Kleiner Rechenschaftsbericht

Hallo!

Ich glaube, das war die mit Abstand produktivste Woche seit Langem – nachdem ich alle meine Uniaufgaben erledigt hatte, blieb mir immer noch mehr als genug Zeit, um mich überall dort zu beteiligen, wo ich mich trotz akutem Zeitmangels engagiere.

Da wäre zum einen mein Magierromancanon, an dem ich eifrig herumwerkle. Nachdem ich seit Monaten keinen Zugang zu einer meiner Protas gefunden habe, brachte mich der wunderbare Blog von Fräulein Krise darauf, wie dieses braunhaarige Persönchen sein muss. Habe gestern abend den Chaaraktersheet für die Protagonistin ausgefüllt und werde die Tage versuchen, ein Charakterinterview mit ihr zu starten.
Gestern im Chat mit Freunden kam mir auch die Erkenntnis, was an meinem Roman über eine Zauberschule grundsätzlich anders ist als an den meisten Schulromanen die ich so gelesen habe.
Ich liebe Harry Potter – aber wenn man sich das Buch anschaut, dann zeichnen sich die Schüler dort unter anderem durch charakterliche Milde und einen Mangel an Pubertät aus. Der Einzige, der wenigstens ein wenig ausrasten und pubertieren darf, ist Harry. Ein bisschen noch Ron und Hermine auch ein wenig. Aber sonst fast nur Harry. Man bekommt ein wenig Pubertät mit, wenn man Romilda Vane beobachtet. Aber sonst… Sense. Die Schüler benutzen durchgängig mehr oder weniger Hochsprache, sogar die Bösen reden gewählt und es gibt keine Schülerinnen, die sich im Unterricht schminken oder Zettelchen schreiben. Oder vielleicht doch, aber sie werden nicht erwähnt.
Tja. Das wird in meinem Roman grundsätzlich anders – vielleicht liegt der Grund aber einfach darin, dass meine Zielgruppe, sofern ich eine habe, eher die Gruppe 17+ ist, während Harry Potter als Kinderbuch begann. Was ich gut finde – denn bei all meiner Liebe zu Harry Potter hat heutzutage jeder, der über Zauberschulen schreibt, sofort den Aufkleber „HP“ weg. Ich will mich aber nicht mit fremden Federn schmücken, sondern mir meine eigenen verdienen. Irgendwann. So in den nächsten zehn Jahren *g*.
Zum Thema „Hewa“ drängen sich mir außerdem immer mehr Details über die Biographie von Levine Enrodan auf, eine Köngin aus dem historischen Hewa. Außerdem immer mehr über ihre Tochter Vivi. Vermutlich wird dies meine NaNo-Geschichte, sofern ich es endlich schaffe, teilzunehmen.
Das wünsche ich mir so sehr!
Dann hatte ich gestern Nacht die gloriose Idee, Kapitel 11 von „My Vallentine“ zu überarbeiten und heute setze ich mich wohl an das nächste.
Wer es nicht glaubt: Überarbeiten ist genauso ein kreativer Prozess wie das Schreiben selbst. Da nimmt man sich die Notizen seiner Betaleser zu einem Kapitel heraus und schaut sie genau an. Dann fängt man an, an den entsprechenden Stellen auszubessern und zu verändern. Dabei findet man selbst noch die eine oder andere Kleinigkeit, die die Betas vergessen haben, die aber dringend ausgebessert gehört. Es macht Spaß – heute Nacht habe ich ganze Dialoge eingefügt, lebhafter gemacht und verbessert. Hoffentlich wirkt das Gesamtpaket jetzt einen Tick logischer und lebendiger. Mal schauen, was die Betas sagen.

Außerdem habe ich zumindest einen Artikel zu einem wichtigen Merkmal meines anderen Canons. Es ist extrem ärgerlich, wenn ausgerechnet eines der am Längsten gehegten und ausgebauten Prinzipien von einem aufmerksamen Leser auf einmal als „eigentlich total unlogisch und nicht zum Rest passend“ enttarnt wurde.
Also habe ich das Prinzip erstmal in einem Artikel ausführlich formuliert und habe das Gefühl, allen dadurch der Lösung näher  zu sein. Mehr noch – ich glaube, ich habs fast raus, muss nur noch ein paar Mal lesen was ich geschrieben habe und warten, was mir die Betas zum Artikel sagen. Oft reicht die richtige Frage, dann fällt es einem wie Schuppen von den Augen und man wundert sich, sowas Einfaches übersehen zu haben.

Aber das sind meine eigenen Romane.

Seit Neuestem mache ich mit ein paar L&L’s-Usern zusammen ein Roman- und Weltenbauprojekt, das tierisch Spaß macht. Wir denken uns Tiere und Pflanzen für die Welt aus, außerdem Gesellschaftsformen, Währung… einfach alles was zur Welt gehört. Außerdem hat jeder von uns eine Hauptfigur, mit der „gespielt“ wird.
Nachdem ich die ganze letzte Woche einfach keine Zeit hatte, habe ich nun endlich meinen Teil zur Fortsetzung geschrieben und… war überrascht, wie einfach es ging. Die extra erfundene Prota hat ganz von selbst eine natürliche, angenehme Persönlichkeit angenommen, mit der sich sehr gut schreiben lässt und ich konnte es einfach fließen lassen. Die Aufgabe, die ich mit meiner Prota erfüllen musste, löste sich dann ganz von selbst im Verlauf des Schreibens.

In einem Dichterforum habe ich mich außerdem spontan entschlossen, Diejenige zu sein, die den Anfang einer Fantasy-Geschichte schreibt, die dann von anderen fortgesetzt wird. Bin mal gespannt, wie Andere die Geschichte von Gerhard, der das Frauentag-Geschenk vergessen hat, fortsetzen werden. Sowas ist immer spannend, da ich nie weiß, wie andere mit einem Prota umspringen, den ich geschaffen habe.

Außerdem schrieb ich diese Woche zwei Fallstudien und einen WeBau-Artikel für die Weltenschmiede, die ich zum Teil recht lange vor mir hergeschoben hatte, da Unikram und Real-Life-Probleme einfach Vorrang hatten und ich nicht dazu kam. Dann habe ich aber an einem einzigen Tag alle drei Texte geschrieben :). Kommt Zeit, kommt Tat!

Gestern und heute habe ich  für das inoffizielle Xobor-Forenbewertungsportal zwei Foren beschrieben. Das ist nicht so leicht wie es aussieht und erfordert vor allem, dass man sich in den jeweiligen Foren soweit möglich etwas einliest und genau beobachtet, wie Optik und Atmosphäre ist.

Last but not least erschien diese Woche Teil drei des Tutorials für Admin-Anfänger :).

Da heute Feiertag ist, werde ich den auch eifrig nutzen, um zu schreiben und zu überarbeiten. Ich sprühe geradezu vor Ideen und Tatendrang!

Und wie war eure Woche? Auch so produktiv wie meine?

Evanesca Feuerblut

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11 Gedanken zu “Kleiner Rechenschaftsbericht

  1. Jetzt hat mich dein Artikel glatt frustriert. ;D Andererseits auch ein bisschen motiviert, denn als Steinbock (ich glaube nicht an Horoskope, schiebe aber gern alles mögliche darauf das ich Steinbock bin) muss ich immer vorn mit dabei sein, alles andere nervt meinen Ehrgeiz. Der sich blöderweise mit meinem Couchpotato-Gen so überhaupt nicht gut versteht.

    Thumbs up für soviel Tatendrang! Ich werde mich am Samstag mal an meine Texte setzen und sie überarbeiten, vielleicht mache ich auch ein Bild für Desty. 🙂

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    1. Lass dich nicht frustrieren, ich wollte mit diesem Artikel zwei Dinge tun:
      1. Für mich selbst notieren, was ich diese Woche geleistet habe – denn sonst vergesse ich es. Solche guten Wochen kann ich mir dann anschauen, wenn ich mal keine Zeit habe.
      2. Um Schreiber zu motivieren und ihnen zu zeigen, wie viel in einer Woche möglich ist – nämlich mehr als man denkt :).

      Ich wünsche dir viel Erfolg und hoffe auf ein Desty-Bild!

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      1. Danke dir 🙂

        Ich werde sehen was ich tun kann bezüglich Desty *g* Wird wenn aber ein gimp-Bild, weil ich nicht sonderlich gut zeichnen kann^^

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        1. Du kannst auch einfach einen Avatar-Generator nehmen. Zum Beispiel den, den ich auch verwendet habe. Ich habe ihn im L&L’s unter der Rubrik „Schatzkiste der Weisheit“ vorgestellt.

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