Gott weiß, ich bin kein Laptopmensch*

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26. Juni 2012 von Evanesca Feuerblut

Hallo!

Normalerweise komme ich nicht mit dem Laptop zur Uni. Das hat mehrere Gründe.

  • Der Akku meines Lappys spinnt – er lässt sich nur per Netzbetrieb überhaupt  zum Laufen bringen
    Ergo: Ich bin auf Hörsäle, Seminarräume etc. mit einem Sitzplatz an der Steckdose angewiesen. Wer die heutige Situation in deutschen Hörsälen kennt, weiß wie es damit bestellt ist. Treppensitzplatz und Lappy vertragen sich so gut wie Fisch und Roller.
  • Mein Lappy ist ein Riesengerät und lässt sich nur in der Lappy-Tasche transportieren. Die aber ist unbequem – eine ganz normale Standard-Tasche für 10 €, deren Gewicht mir, wenn gefüllt, in die Schulter schneidet. Außerdem lässt sich dort unfallfrei nicht mal eine Flasche Mineralwasser verstauen.
  • Ich starte mit meinem Laptop in den Tag. Würde ich ihn täglich mitnehmen, müsste ich ihn täglich zu Hause abkabeln, in die Tasche packen und in jeder einzelnen Vorlesung neu verkabeln. Und wenn ich zu Hause bin, wieder dort verkabeln.
    Wer hat schon Appetit auf Kabelsalat? Also ich nicht….

Heute allerdings hatte ich einen Workshop in Medienpädagogik an der Uni und bei der Gruppenzuteilung hieß es explizit: „Laptop mitbringen! (Falls vorhanden)“
Wenn ich mich so umschaute, waren aber die Leute mit Laptop und Tablet eher in der Minderheit. Neben meinem zählte ich vielleicht drei oder vier Geräte, plus das der Dozentin.
Aber mein Rechner kam nicht nur im Workshop zum Einsatz. Ich nutzte ihn auch in den anderen Kursen des Tages und erlebte… geradezu paradiesische Zustände:

  • Statt wie sonst beim Übersetzungskurs in gefühlten 500 Zetteln zu wühlen und NIE den richtigen zu finden, hatte ich nur den Zettel vor der Nase, den ich übersetzen sollte.
  • Ich musste mich nicht mit meiner teils unleserlichen Schrift herumplagen – das Gekrakel von letzter Woche konnte ich kaum lesen.
  • Ich war bedeutend schneller als sonst – denn ich tippe um Einiges fixer als ich schreibe.
  • Meine Notizen waren übersichtlich und visuell gut erfassbar.
  • Wenn ich etwas änderte, artete das nicht in hässlichen Kritzelfeldern und Anmerkungen in Mikro-Schrift aus. Alles schön ordentlich, sauber und wiederverwendbar.
  • Es macht einfach Spaß, zu tippen. Damit wird jeder Kurs schöner.

Es heißt immer, dass der Laptop verleiten würde, in der Gegend herumzusurfen statt aufzupassen. Das traf bei mir nicht zu – ich habe in den Veranstaltungen selbst wirklich nur Office offengehabt und arbeitete mit. Habe mich sogar öfter gemeldet und hatte bessere Antworten parat. Und als die Dozentin gesagt hat: „Schaut euch das Centre Pompidou an“, war ich recht stolz, das Bild anschauen zu können.
Eins vernachlässige ich aber wenn ich mit dem Lappy an der Uni bin. Ich habe nämlich keine Zeile in mein Notizbuch geschrieben! Und dabei sollte ich dringend an einer bestimmten Szene arbeiten – ich sollte sie vollenden, auch wenn ich nicht mit dem zufrieden bin, was bis jetzt entstanden ist *seufz*

Wie haltet ihr es mit tragbaren PCs? Tragt ihr sie mit euch herum? Oder findet ihr sowas blöd?

LG, Evanesca

*Wer mir sagen kann, auf welchen Songtitel diese Überschrift verweist, bekommt einen virtuellen Keks!

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19 Kommentare zu “Gott weiß, ich bin kein Laptopmensch*

  1. waldmonster sagt:

    Ich habe ein ähnliches Problem wie du: Mein Laptop ist schlicht zu groß. Meine Hilde, so nenn ich meinen Lappy, ist ein 19-Zoller und wiegt ihre 2 Kilo. Das ist jetzt nicht so schwer, wirds aber, wenn ich daneben noch meine Gesetzbücher, Schreibkram, Getränke, Brot und so mitschleppe. Außerdem habe ich noch keine Laptoptasche, da ich den Laptop meist nur zuhause nutze. Ich mag es persönlich auch lieber, mit Hand alles zu notieren, da es sich so nochmal im Gedächtnis festsetzt als wenn du es noch mit der Hand abtippst. Und dann lass mal den Lappy abstürzen/ unaufgefordert runterfahren/ Horrorszenario goes on. Ich tippe auch sehr laut…finde ich. Das möchte ich meinen Kommilitonen nicht zumuten. 😀

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    • Evanesca Feuerblut sagt:

      Mein Problem ist, dass ich manchmal auf die „tolle“ Idee komme, mit geschlossenen Augen zu notieren – und DAS kann ich schon dann, wenn ich die Augen öffne, nicht mehr entziffern *g*. Blindschreiben geht also nicht – Blindtippen schon. Aber ich nutze meinen auch fast nur zu Hause, als Ersatz für einen „normalen“ PC. Hätte ich allerdings gewusst, wie sperrig und unbequem zum Mitnehmen das Ding ist, hätte ich mir für das gleiche Geld einen besseren Stand-PC kaufen können -.-
      Wobei deine Hilde sogar ein halbes Kilo weniger auf die Waage bringt als mein PC 😀 – aber gute drei Zoll größer ist. Wie verstaust du sie, wenn du sie mitnehmen musst?
      Mein Lappy ist nämlich für den Rucksack zu groß und wenn ich ihn mal zwangsweise mitnehmen muss, versuche ich, Mineralwasser etc. noch irgendwie in die Lappytasche zu quetschen. Meine Schulter bedankt sich jedes Mal, weil das Ding dann ganz schön schwer wird.

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  2. alice4siblings sagt:

    Ich persönlich habe eher ein kleines Netbook und ich liebe es! Es ist klein, tragbar und ich kann es überall hin mitnehmen. Seit letzter Woche habe ich mir einen samstäglichen Arbeitsplatz in der Bücherei geentert, an dem ich mit dem Minilaptop schreibe. Morgens einfach abstöpseln, Laptop und Externe passen bequem in die Handtasche und los gehts. Der Akku hält die vier Stunden die ich da bin locker durch, obwohl das Gerät schon ziemlich alt ist (ca 5 jahre).

    Zum Bilder bearbeiten, Videos bauen oder spielen ist er nicht ganz so optimal, da der Bildschirm natürlich recht klein ist, aber bislang bekomme ich alles hin damit. Ein normal großer Laptop ist allerdings schon als Anschaffung geplant, so einer oder ich bringe meinen alten PC mit einem neuen Monitor wieder in Betriebsbereitschaft. Dann habe ich den kleinen noch für Unterwegs und einen großen zum Arbeiten zu Hause. Die Daten habe ich ohnehin alle auf der Externen Platte und kann von beiden Stationen aus arbeiten.

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    • Evanesca Feuerblut sagt:

      Netbooks wären total bequem für mich :). Oder ein Tablet :).
      Mein Lappy bringt stolze zwei Kilo auf die Waage, das ist recht viel.
      Mein Traum ist es ja, einen Stand-PC für zu Hause und ein Tablet/ein Netbook für unterwegs zu haben. Aber erstmal müsste ich reich werden *rofl*

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      • alice4siblings sagt:

        Ja genau so habe ich es ja. Muss nur in einen neuen Monitor für meinen Pc Tower investieren. Mein Exfreund hat mir ja einen recht leistungsstarken pc zusammen geschustert damals, damit ich mit ihm WOW spielen konnte.

        Und mein Netbook ist gar nicht unbequem. Ich habe nämlich extra darauf geachtet, das die Tastatur normalgröße hat. Diese Minidinger gehen gar nicht, da erwischt man mit einem Finger ja gleich drei Buchstaben… Meins ist zusammengeklappt ca 25cm breit und 18cm tief. Das ist eine schöne Transportgröße.

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  3. Callmemaybe :-) sagt:

    Die Höhner -Der liebe Gott weiß, dass ich kein Engel bin ?

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    • Evanesca Feuerblut sagt:

      Nein :). Und ohne jemanden zu nahe treten zu wollen, ist das auch nicht wirklich meine Musikrichtung *g*.

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      • alice4siblings sagt:

        Auf Callmemaybe`s Antwort basierend: „Gott weiß, ich will kein Engel sein“, von den Hosenärzten (ich verwechsle Die Ärzte und die Toten Hosen immer^^)?

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        • Evanesca Feuerblut sagt:

          Der Songtitel ist richtig – aber es ist die falsche Band *g*. Aber fast 😉

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          • alice4siblings sagt:

            RAMMSTEIN!!!!

            Jetzt viel es mir gerade wie Schuppen von den Augen ;D

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            • Evanesca Feuerblut sagt:

              Jaaaaa 😀

              *keks*

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              • alice4siblings sagt:

                *verputzt*

                Yaaayyy *Krümel spuck* ;D

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                • Mappo sagt:

                  >*Krümel spuck*
                  ymd

                  @Evanesca
                  Ich habe mir irgendwann für ~180€ ein „refurbished“ Subnotebook (12,1“) geholt.
                  Das ist ein Business-Teil von Dell (Latitude D430), das 2007 modern war, aber immer noch jedes Netbook schlägt. Die Größe ist ein guter Kompromiss und es ist robust und hoffentlich langlebig.
                  Nach einem Desktop-Rechner würde ich auch am ehesten bei den Händlern für gebrauchte Business-Geräte schauen. Ich habe da mal günstig (~100€) einen bei ‚itsco‘ erstanden.
                  Es gibt aber wohl mehrere solcher Händler, will hier keine Werbung machen.
                  Aber an der Uni gibt es doch auch immer Hardcore-Gamer, die ihre „lahme Krücke“ vom letzten Jahr loswerden wollen.

                  Wenn Du dann noch eines dieser Dropbox-Derivate nutzt, solltest Du wirklich produktiv sein mit der Desktop-Laptop-Kombination.

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                  • Evanesca Feuerblut sagt:

                    Danke für den Tipp :D. 100-180 € ist mehr als bezahlbar, da kann ich mich wirklich umschauen! Ich mag Business-Lösungen, die sind oft so gut wie ähnliche Lösungen für den Privatnutzer nur ein paar Jahre später.

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