Vor dem Abschied… Teil I

… gibt es ein längeres Leistungsbarometer von mir. So lange, dass ich es wohl in Häppchen veröffentlichen werde, da ein Blogpost allein für all die Sachen aus allen Nähten platzen würde. Denn ich werde für zwei oder drei Wochen völlig in der Versenkung verschwinden und wohl keine Zeit für diesen Blog haben.

Wie einige von euch bereits wissen, steht bei mir nämlich ein dreiwöchiges Fachpraktikum an einem Gymnasium ins Haus. Leider liegt das von mir aus gesehen so weit außerhalb, dass ich quasi den halben Tag außer Haus bin. Außerdem ist es recht anspruchsvoll – ich muss auch an den Tagen, an denen ich nicht dort bin, an der schriftlichen Ausarbeitung arbeiten.

Mal davon abgesehen, dass bei mir noch zwei Hausarbeiten anstehen. Je nachdem, ob ich alle meine Quellen in elektronischer Form auftreiben kann oder auf Bibliotheksrecherchen angewiesen bin, nimmt allein die Recherche ziemlich viel Zeit in Anspruch…

News zu meinen fangzähnigen Lieblingen

Es ist etwas wirklich Essentielles geschehen: Ich habe endlich einen vernünftigen Arbeitstitel für die Geschichte gefunden, die ich im Blog bisher immer als S./T.-Story oder als [TK] bezeichnet habe. Darum kann ich euch gerne erzählen, wie der ursprüngliche Arbeitstitel lautete:

„Der ewige Todeskreis“

Warum ewig und warum Todeskreis? Weil es um Vampire geht und die eben unsterblich sind. Und weil immer wieder jemand stirbt. Großartige Begründung, aber mein Problem war, dass ich anno 2011 einfach loslegen wollte und mir partout kein guter Titel einfallen wollte. Als Teenagerin pflegte ich aber meinen Geschichten so kitschige Titel zu geben wie „Versuchtes Geheimnis“, „Blutige Tränen des Vergessens“ und ähnliche Gräuel. Also habe ich mich in einem Moment der Nostalgie wohl mal wieder vergriffen und einen Titel ausgesucht, der genausogut eine kitschige Liebesgeschichte von 2008 bezeichnen könnte.

Unbewusst war ich jedoch nie so richtig damit zu frieden – wenn ich ehrlich bin, habe ich diesen Arbeitstitel in eckige Klammern gesetzt um zu zeigen, dass ich bei einer eventuellen Verlagsbewerbung es garantiert nicht bei diesem kruden Namen bleiben lassen kann. Ich habe also nach etwas gesucht, das den Kern des Buches in wenigen Worten – oder besser noch, in einem Wort – beschreibt.

Das Wort habe ich gefunden – und werde die Geschichte über S. und T. von nun an mit „G-Projekt“ abkürzen. Für meine Betaleser, die den vollständig Arbeitstitel kennen: Pun intended! Nun bin ich wesentlich glücklicher und kann quasi befreit aufatmen und mit Leichtigkeit weiter am Projekt arbeiten. Denn ich kann im Grunde genommen jede Handlung meiner Romanfiguren auf dieses eine Wort zurückführen, wodurch trotz meiner chaotischen Arbeitsweise die Kapitel wesentlich zielgerichteter gelingen. Das wirkt sich sehr positiv aus :).

Außerdem habe ich einen der ersten Texte aus dem G-Projekt völlig überarbeitet – einfach weil ich Blödsinn gemacht habe. In der ursprünglichen Szene schießt T. auf S. – dennoch bringt sie ihn nicht auf der Stelle um (was ihrem Charakter entsprochen hätte) und zwar ziemlich bestialisch (was ich ihr in diesem Moment nicht verübeln könnte), sondern es kommt zu all den Ereignissen in „G“, zu denen es kommt und die ihrerseits untereinander völlig logisch sind. Wenn ich also nicht S. sich verhalten lassen wollte, wie sie es nie tun würde, musste ich natürlich das Kapitel aus T.’s Sicht verändern.

Wie ich das Problem gelöst habe, werde ich hier nicht verraten – aber ich habe dabei sehr berührende und inspirierende Musik gehört: Im Fernsehen lief ein Tributkonzert mit der Musik von Wyssozki, was mich unfassbar inspiriert hat.

Aber das ist nicht der einzige Text, der unter seinem Einfluss entstand – ich schrieb auch einen Songtext, der Teil des „G-Projekts“ werden soll.

Wenn ich nicht gerade an „G“ gedacht habe, schweiften meine Gedanken immer öfter zu L. Heute habe ich sehr viel darüber nachgedacht, wie sie von den Ereignissen in ihrer Heimat erfahren könnte und wie sie auf bestimmte Meinungen ihres Umfelds reagieren muss. Da ich mal wieder ein Sachbuch über das Mittelalter lese, kann ich mir da sehr viele Anregungen holen.

Magier

Ich habe immer wenn ich Zeit hatte, weiter am Text über magischen Haarschmuck geschrieben. Dazu habe ich auch immer mal Leute danach befragt, ob sie bestimmte Dinge für logisch halten. Auch habe ich mir immer wieder irgendwelche Dinge ins Haar gewunden, um zu sehen, ob ich sowas tragen kann – schließlich will ich meinen Magiern nichts ins Haar flechten, was kein Kopf aushalten könnte!

Wichtiger ist jedoch eine Erkenntnis, die mir gekommen ist. Ich hatte seit die Geschichte richtig besteht, ein ganz bestimmtes Ereignis geplant. Genauer gesagt eine bestimmte Missetat seitens meiner Antagonistin – nur… warum sollte sie eine solche Missetat dirigieren? Es passt nicht zu ihr und wäre eine Grausamkeit um der Grausamkeit willen.
Nun fand ich beim Nachdenken und Musikhören eine Begründung, die so schlüssig war, dass ich mich gehauen habe, weil mir das erst vor Kurzem in den Sinn kam. Und schon ist die Plotlogik wieder einmal gerettet. Und das verdanken wir der Musik :D.

MV

Seit dem letzten Update habe ich tatsächlich zwei Kapitel geschafft – die Nummern 18 und 19.

18 stammt aus der Feder meines liebsten „Toastbrotprotagonisten“, den ich teilweise einfach nicht so recht emotional bekomme – er fühlt allerdings in der aktuellen Variante so stark, dass er ein Möbelstück auseinandernimmt. Ich gebe meinen Lesern Recht, dass er sich bis dahin viel zu gleichgültig verhalten hat. Dank der Richtungsänderung aber, die ich bereits in einem vorigen Kapitel aus seiner Sicht eingeschlagen habe, kann ich nun guten Gewissens tatsächlich den Fokus auf dei Dinge legen, die wirklich wesentlich sind für seine Charakterentwicklung. Und darauf freue ich mich.

19 dagegen gehört zu meiner allerliebsten Protagonistin und der mit Abstand emotionalsten Figur im ganzen Roman. Der Hund lag denn auch nicht so sehr in ihrem Verhalten begraben wie im Verhalten einer Nebenfigur, die sich sehr komisch aufgeführt hat. Außerdem hatte ich eine Reihe selten dummer Schnitzer in diesem Kapitelchen versteckt, die ich begradigen musste. Vermutlich bleibt das auch bis auf einige sprachliche Verschönerungen weitestgehend so, wie es jetzt ist, ich bin recht zufrieden damit.

Der Seitencount sagt mir außerdem, dass ich bei 190 Normseiten bin. Das sind mittlerweile rund 40 Seiten mehr, als die Urversion hatte. Somit zeigt sich nicht nur ein qualitativer Fortschritt, das Ganze schwillt langsam tatsächlich auf die Größe eines Romans an!

Projekt „[K]“

Steinigt mich nicht, aber momentan beschäftigt mich NOCH ein Romanprojekt… Als Arbeitstitel trägt es den Spitznamen der Protagonistin. Und in welche Richtung es gehen soll, weiß ich noch nicht. Derzeit ist die Idee und das Grundgerüst etwas sehr trashig, zumindest meiner Meinung nach. Aber das ist nicht mal schlimm – bei diesem Projekt will ich gar nicht, dass es von Anfang an gut durchdacht, perfekt und innovativ ist.

Bei der Figur der K. handelt es sich um eine recycelte Figur, die ich mir zum ersten Mal mit acht ausgedacht habe. Spuren davon finden sich unweigerlich auch in der aktuellen Ausführung und die Welt wird wohl erst nacheinander schlüssig und in sich geschlossen. Momentan ist es nur eine Ansammlung an mehr oder weniger zusammenpassenden Elementen aus SciFi und Fantasy. Quasi ein Mix aus StarWars und „Wächter der Nacht“.

Aber das Projekt ist noch in den Babyschühchen – also genieße ich einfach, mich ganz entspannt damit zu beschäftigen und setze mich nicht weiter unter Druck.

In Teil 2 erwartet euch…

… der Rückblick auf die „Misc“-, die Universitäts- und die WeBau-Erfolge meines Schreibfortschritts. Außerdem blogge ich dort über die gelesenen Bücher.

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