Tag: Question – Answer Teil 2

Hallo!

Jetzt wurde es doch etwas später als geplant, aber… hier kommt Teil 2 unserer interaktiven Fragerunde. Wenn ihr Teil 1 noch nicht kennt, dann könnt ihr dort nachlesen: *klick*

6. Oft sind es andere Bücher oder Filme, die uns beeindrucken und motivieren. Welches Buch & Film würdest niemals missen wollen?
Also erstmal…. ich bin mehr ein Buch- als ein Filmmensch. Wenn man mir die Wahl lässt, entscheide ich mich immer fürs Buch.
Aber mich auf ein Buch festzulegen, von allen, die ich gelesen habe? (Und im Laufe meines Lebens waren das Tausende…?) Das könnte ich nicht.
Sagen wir einfach: Kein Buch, das ich gelesen habe, würde ich missen wollen. Selbst die schlechten unter ihnen zeigten mir noch, wie man es nicht macht und ich habe aus allen etwas gelernt oder mich unbewusst inspirieren lassen.
Das Selbe gilt auch für Filme.

7. Wenn du am Morgen nach einer langen Schreibnacht aufwachst, was sind deine ersten Handlungen?
Die Selben wie jeden Morgen nach dem Aufwachen: PC anschalten, Frühstück machen. Und zwar in genau dieser Reihenfolge. Und da ich eine lange Schreibnacht nur einlegen würde, wenn ich am nächsten Tag garantiert freihabe, würde aus dem Frühstück dann irgendwie ein Brunch zu Hause inklusive Schreibvormittag.

8. Wenn du malst oder zeichnen könntest/kannst, würdest du deine Szenen auf Papier umsetzten wollen?
Klar und ich versuche es auch immer wieder. Es gibt zahlreiche Zeichnungen meiner Protagonisten und einige wenige von ganzen Romanszenen. Wie gut sie sind, liegt im Auge des Betrachters.
Wobei ich lieber Personen als ganze Orte und lieber Portraits als Szenen zeichne. Einfach weil Gruppenkompositionen mir eher weniger liegen – ich vermassle garantiert immer die Proportionen spätestens ab der dritten Person.
Dabei nutze ich verschiedene Stile – je nach Protagonist zeichne ich im Manga-, Realistic- oder Comicstil. Wobei meine Comicstil-Zeichnungen meist einen sarkastischen Hintergrund haben und z.B. mit Sprüchen ergänzt werden. Gelegentlich auf diesen Stil auszuweichen, kann mir sehr helfen, die archetypischen Seiten meiner Charaktere zu finden, da ich mich auf sie beschränken muss.

9. Wer oder welche sind deine absoluten Lieblingsautoren, die dein Schreiben geprägt haben und an denen du dich messen würdest?
Für mich sind das drei oder vier Fragen in einer, denn die Autoren, die ich gerne lese sind so gut wie nie die, die mein Schreiben prägen und noch seltener die, an denen ich mich messen würde.
Das klingt vermutlich sehr, sehr kraus. Aber im Grunde genommen logisch.
Zu meinen Lieblingsautoren gehören JKR, Anne Rice, Tolkien, aber auch Dumas, Jules Verne, Thomas & Heinrich Mann, Goethe, Schiller, Remarque, Kipling, Michael Ende… aber ich würde nicht sagen, dass sie mich beim Schreiben zumindest was den Schreibstil angeht geprägt haben.
JKR habe ich meine Harry-Potter-Fanfictions zu verdanken, dank denen ich überhaupt in meiner Teenagerzeit wieder zu schreiben begann. Das gebe ich zu :).
Anne Rice habe ich meine fangzähnigen „Kinder“ zu verdanken und somit eines der für mich essentiellsten Themengebiete in meinem Schreiben – wobei der Stein des Anstoßes dann doch die Verfilmung von „Interview with the Vampire“ war – nachdem ich diesen Film gesehen habe, schrieb ich – ohne auch nur EIN einziges Vampirbuch gelesen zu haben – das Theaterstück „Garielle“ (zu finden in „Licht und Schatten“). Erst dann las ich mich durch die Vampire Chronicles, die ich jedem Fan das Genres nur empfehlen kann…
Aber sonst beeinflussen mich viel mehr die von mir eher ungemochten da größtenteils sehr merkwürdigen Autoren, die ich von der Uni verordnet bekomme. Wobei „merkwürdig“ ein großes Wort ist… ich sag mal, sie sind einfach so weit von dem entfernt, was ich freiwillig lese, dass es manchmal regelrecht wehtut. Aber auf eine morbide Weise bin ich dennoch unglaublich fasziniert von genau diesen Autoren – Marguerite Duras‘ „Der Schmerz“, die gesammelten Werke von Sarah Kane, einige Stücke von Mark Ravenhill wären da unter anderem nennenswert.
Gerade dadurch, dass sie extrem, fast schmerzlich von meiner sonstigen Leseerfahrung abweichen, finde ich aber gerade bei diesen Autoren Mut und Inspiration, ganz neue Dinge zu wagen, Dialoge an der Grenze zum Sinnlosen und gerade dadurch viel lebensnäher zu gestalten und mich von Konventionen zu lösen, denen ich unbewusst verhaftet bin.
Ganz ehrlich? Ich bin der Universität dankbar dafür, dass sie Kurse zu weniger etablierten Autoren anbieten und mir die Möglichkeit schenken, neue Sichtweisen kennenzulernen.
Messen würde ich mich aber an niemandem. Wo soll ich die Latte denn aufhängen? Beim Schreibstil? Beim Erfolg? Bei den Verkaufszahlen?
Mein Schreibstil soll vor allem… meiner sein. Am Besten von Werkgruppe zu Werkgruppe leicht anders, idealerweise auch noch von Prota zu Prota. Erfolg? Ich kann mit unermüdlicher Arbeit versuchen, ihn zu haben. Aber dann ist es auch mein Erfolg und nicht „so viel Erfolg wie Autor X“. Und die Verkaufszahlen sagen nichts über die Güte eines Werks – die peile ich also gar nicht erst an.

10. Würdest du einen Tag mit deinem/deiner Protagonisten/in aus deinem Buch tauschen wollen? Wenn ja, würdest du deine Handlung etwas ändern?

Ich müsste wahnsinnig bis lebensmüde sein, um auch nur mit einem meiner Protagonisten freiwillig tauschen zu wollen. Nichts von dem, was meine Protagonisten durchleiden müssen, ist für mich auch nur im Geringsten wünschenswert oder toll, denn sie alle haben eher schwierige Schicksale und verkorkste Innenwelten.
Und ja, ändern würde ich vermutlich ziemlich viel, wenn ich an deren Stellen wäre. Manche stellen sich wirklich merkwürdig an und einigen würde ich beim Schreiben sooo gern einen Tritt in den Allerwertesten geben…
Als Kind habe ich aber immer wieder gern Protagonisten nur zu dem Zweck erschaffen, um mit ihnen tauschen zu können – weil ich mich so in eine Welt voller Superhelden träumen konnte.

11. Zum Abschluss: Ohne wen wärst du nie zum Schreiben gekommen oder wer ist an deiner Seite als Unterstützung, Inspiration oder Motivation?
Das ist für mich eine schwere Frage, denn ich schreibe, seit ich acht Jahre alt bin. Durch wen genau ich also auf die Idee kam, die Geschichten in meinem Kopf aufzuschreiben, weiß ich rückblickend beim besten Willen nicht. Es ist einfach zu lange her und seitdem haben zu viele Menschen meinen Weg gekreuzt, um genau zu wissen, wer den entscheidenden Anstoß gegeben hat.
Zu meinen aktuellen Motivatoren gehören einige Mitschreiberlinge, allen voran fruestuecksflocke.

~~~

So. Das war ziemlich viel Text (weshalb ich es auch in zwei Posts geteilt habe). Nun zum interaktiven Teil der ganzen Sache. Denn nun stelle ich die Fragen *muhahahaha*…

1. Schreibt ihr eure Projekte beieinander und am Stück oder mal was vom Anfang, mal was vom Ende und mal eine Szene aus der Mitte?
2. Tolkien war ein Meister der Gedichte in Geschichten – baut ihr Gedichte in eure Romane ein?
3. Sind unter euren Protagonisten Künstler und macht ihr für sie Faksimilien ihrer Arbeiten?
4. Würdet ihr eine Petition für „Google Street View in der ganzen Welt möglich machen!“ unterschreiben, nur um eure Handlungsorte besser auskundschaften zu können?
5. Würdet ihr für euer Projekt beim Recherchieren ein staubiges Archiv betreten und euch uralte Dokumente anschauen?
6. Habt ihr manchmal das Bedürfnis, euch wie eure Protagonisten zu kleiden oder zu verhalten?
7. Schreibt ihr lieber in absoluter Grabesstille oder muss eine gewisse Geräuschkulisse um euch sein, damit ihr arbeiten könnt?
8. Was haltet ihr von Schreibratgebern – toll oder nur eine Kostenfalle für ahnungslose Jungschreiber?
9. Würdet ihr euch in Schreibforen anmelden (oder habt es bereits getan) oder habt ihr Angst, die klauen alle eure Ideen?
10. Kostet es euch Überwindung, über eure Projekte zu bloggen oder gebt ihr gern viel über sie preis?
11. Vernetzt ihr euch über Social Networks mit anderen Schreibern?

 

Ich tagge:
1. Mia Nele, die mir freundlicherweise erlaubt hat, zurückzutaggen
2. Fruestuecksflocke – und wehe, du drückst dich 😉
3. Alice – auf deren Antworten ich jetzt schon gespannt bin
4. Carlin – die somit mal wieder die Gelegenheit bekommt, übers Schreiben zu bloggen
5. Angela Dragon – die somit etwas Starthilfe für ihren Blog bekommt

Wer sich aber von meinen Fragen auch angesprochen fühlt, darf sie ebenfalls beantworten. Da das Ganze ein wenig der Vernetzung dient, würde ich in diesem Falle um den Bloglink bitten und ich füge euch in die Liste ein.
Bitte kein Rücktagging – erstens texte ich euch dann wieder so zu wie hier und zweitens müsste ich jedes Mal die gleichen Leute damit nerven. Und das fänden die Leute vermutlich sehr nervig ;-).

Viel Spaß mit den Fragen und hoffentlich hattet ihr Vergnügen beim Lesen!
LG,
Evanesca

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14 Gedanken zu “Tag: Question – Answer Teil 2

        1. Das noch nicht – aber die HP-Bände. Außerdem weiß ich, von wem ich es mir leihen kann.

          Und die HP-Bände gehören für mich allein schon darum zum Größten, was die Jugendliteratur geschaffen hat, weil sie Millionen von Kindern wieder die Lust am Lesen gegeben hat.
          Und somit kann ich sagen, dass dank ihr meine Generation und auch die Generation nach mir vor der Verblödung gerettet wurde :). Mindestens!

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          1. Oh ja, das stimmt! HP ist das genialste, was ich je gelesen habe. Unglaublich, wie die Frau sieben Bücher schreibt und die halbe Welt verzaubert.

            Stephen King hat mal gesagt:

            JK Rowling created seven Horcruxes. She put a part of her soul in every book and now her books will live forever.

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    1. Hm… davon habe ich bisher bewusst Abstand genommen. Erstens halte ich meine Zeichnungen nicht für gut genug (in der Regel finde ich meinen Stil schon nach zwei Wochen veraltet und zeichne vöööööllig anders und natürlich vieeeel besser -.- ) und zweitens möchte ich noch nicht mal die Namen meiner Protagonisten öffentlich posten.
      Die sind aber auf den Zeichnungen in der Regel drauf. Vielleicht kann ich aber was Älteres hochladen und den Namen wegretuschieren. Mal sehen, was sich machen lässt :).
      (Wobei ich in letzter Zeit aus technischen Gründen lange nichts eingescannt habe, leider…)

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