Zugfahrgedanken – Gestrandet in der Unerreichbarkeit

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5. Januar 2015 von Evanesca Feuerblut

Der folgende Text ist während meiner heutigen Zugfahrt entstanden. Ich verändere den Grundtext selbst nicht, setze lieber ein kursives Vorwort. Der später als „Sudoko-Mensch“ benannte Mitreisende war immer freundlich und hat mir mit meinem Riesenkoffer geholfen. Und auch mit der Frau, mit der ich die Sitzplatzdebatte hatte, habe ich mich beim Aussteigen gut verstanden. Aber ich möchte die Hilflosigkeit und die daraus folgenden gedanklichen Frotzeleien hier ungeschönt festhalten – als Dokument, was es mit einem Menschen machen kann, mal ohne elektronisches Fenster zur Außenwelt zu sein. Inzwischen habe ich übrigens ein Ersatzsmartphone und bin wieder mit der Zivilisation vernetzt.
Zusatzanmerkungen und Änderungen am Original in Kursiv.

Während ich den Erstentwurf zu diesem Blogeintrag verfasse, sitze ich im Zug – und befinde mich in einer Situation, in der ich zuletzt in diesem Umfang vor vierzehn Jahren war. Falls man meine ersten Lebensjahre wirklich so einordnen kann.
Ich habe kein Internet – zum ersten Mal seit fünf Jahren während einer größtenteils durch Deutschland führenden Strecke – und, was viel gravierender, ungewohnter und schwieriger ist: Auch kein Telefon.

Aber fangen wir mit dem Anfang an

Vor ein paar Tagen war das größte Problem an meinem Handy, dass es manche Ladegeräte nicht erkannt hat. Nun denn, das hatte es schon mal und dann ging es wieder. Nichts, was man nicht ignorieren (und mit einem Herumprobieren mit eventuell problemlosen Ladegeräten nicht beheben) kann. Dann kam ein Problem wieder, das ich schon mal hatte – die seitliche Taste, die man zum Ein- und Ausschalten, Entsperren etc. benötigt, klemmt und ich konnte das Handy nur entsperren und kurz benutzen, wenn ich es an ein Ladegerät steckte oder ausstöpselte.
Ärgerlich. Aber immer noch kein so großes Problem, Züge haben Steckdosen, das Handy hat Garantie (und zwei Mal hat man mir das Problem schon repariert, ein Drittes geht sich bestimmt noch aus und inzwischen habe ich erfahren, dass das Handy damit als irreparabel gilt und ich vermutlich mein Geld zurückbekomme – oder ein neuwertiges Ersatzgerät zum gleichen Preis).
Und dann ging irgendwann einfach gar nichts mehr. Keine Reaktion auf Ladegeräte jeglicher Couleur, keine Entsperrmöglichkeiten. Das Ding ist einfach tot.
In der Schnelle kam ich an kein Ersatzhandy, da alle vorhandenen Althandys im Haushalt meiner Gastgeber auf Simlock sind und ich nicht nur ein anderes Netz, sondern auch noch eine (in diesem Falle) ausländische SIM-Karte mein Eigen nenne.

Früher hat man das auch noch gekonnt

Für mich gibt es dieses „Früher“ praktisch nicht.
Als Kind brauchte ich kein Handy, weil es keine Minute gab, in der ich nicht unter Aufsicht stand. Den Schulweg legte ich fast nur mit Schulkameraden zurück (und auch das erst ab der dritten Klasse, davor mit meinen Eltern), die den gleichen Weg hatten.
Danach wurde ich abgeholt.
Wenn ich – als Kind schon eher stubenhockerische Leseratte als jemand mit großen Ambitionen, „draußen herumzutoben“ – mal nicht im Haus gespielt habe, dann im allseitig eingezäunten Innenhof. Und meine Eltern konnten jederzeit vom Balkon runterschauen, was ich da mache.
Die meiste Zeit tat ich übrigens nichts – schaukeln, lesen, vielleicht noch mit Kreide auf das Fleckchen Asphalt zeichnen, wenn ich allein war. Wenn nicht, dann irgendwas RPG-Artiges mit anderen Kindern gespielt.
Ich brauchte kein Handy.

Und dann wurde ich zehn

Und der Schulweg wurde länger. Zum Gymnasium musste ich drei Haltestellen mit dem Bus fahren und danach noch ca. 200 Meter laufen, dabei einige Straßen überqueren. Manchmal gab es Ausfall, manchmal eine AG, manchmal Hitzefrei.
Es gab mehr Straßen zu überqueren.
Busse konnten sich verspäten oder ausfallen und dann musste ich unfassbar fußlangsames Ding laufen, was anfangs ewig dauerte.
Das Leben wurde gefährlicher. Außerdem hatte ich anfangs keinen eigenen Ersatzschlüssel und stünde im Zweifelsfall vor verschlossenen Türen, während die Familie noch stundenlang irgendwo herumgelaufen wäre.
Und ich bekam ein Handy, um meine Eltern im Falle eines Falles – komme früher, komme später, bin schon losgegangen, bin schon da, gehe zu Fuß – erreichen zu können.
Seitdem sind mehr oder weniger 14 Jahre vergangen und heute habe ich, bis auf sporadische und vor allem kurze Zwischenfälle mit leeren Akkus, zum ersten Mal seit 14 Jahren wirklich für längere Zeit kein Handy dabei.

Wie fühlt sich das an?

Es gefällt mir nicht.
Das fängt schon damit an, dass ich eventuelle Zugverspätungen, damit einhergehende Pläne zu meiner Abholung etc. schlicht nicht mitteilen kann. Wenn der Zug also aus irgendeinem Grunde mehr als 10 Minuten irgendwo länger verweilt als geplant, habe ich keine Ahnung, wie ich an meinen Anschluss komme.
Holt man mich mit dem Auto? Dann kann es sein, dass meine Eltern spontan auf die Idee kommen, mich doch von einem anderen Bahnhof aus zu holen, ich sie verfehle und sie mir dann nachfahren müssen.
Einen Zweitschlüssel habe ich im Fall der Fälle nicht, um nach Hause zu kommen, ein Ersatzhandy aufzutreiben und zu telefonieren. Außerdem denke ich vermutlich zu kompliziert.
Im Nachhinein stellte sich heraus, dass meine Familie exakt die gleichen Gedanken hatte wie ich. Wortwörtlich das selbe Szenario im Kopf. Gruselig?
Dazu kommt, dass ich wirklich schon vergessen habe, wie das Zugfahren ohne permanent verfügbare angenehme Abwechslungen ist.
Mein Buch muss ich rationieren, da ich es in den ersten Reisestunden schon halb ausgelesen habe. Die Fortsetzung ist im Koffer, den müsste mir jemand erst mal runterholen, damit ich es rauswühlen kann. E-Books sind ja Fehlanzeige im Moment, da nützt mir meine gut sortierte Kindle-App-Bibliothek nichts. Das Buch hatte ich in der Tat am Ende durch.
Bleibt noch dieses Netbook ohne Internetanschluss, auf dem ich Solitär spielen kann. Oder Blogeinträge schreiben. Aber ich weiß jetzt schon, dass ich das nicht noch drei Stunden tun werde. Ich habe nach dem Beenden dieses Blogposts, wofür ich eine halbe Stunde brauchte, das Gerät wieder eingepackt.
Der eine Mitreisende löst ein Sudokuheft, der andere hat so viel Kram bei sich, dass ich mich frage, ob der eine Weltreise startet und er telefoniert dauernd, weil ihn scheinbar ein kleiner Laster samt seinen drei oder vier Riesenkoffern abholen soll. Die Dritte versuchte eindringlich, mir zu erklären, ich sitze auf ihrem Platz und hätte einen im Gang, während sie einen am Fenster reserviert hat. Inklusive „Junge Frau, da steht es.“
Ich habe ihr meine Reservierung wortlos unter die Nase gehalten.
„Ich zahle 4,50 €!“
Ich zahlte nur drei. Es lebe die ÖBB. Habe ich gedacht. Nicht gesagt. Aber ich war schlecht gelaunt, besorgt und entsprechend missmutig drauf. Es gibt nichts Schlimmeres, als ohnehin auf Nadeln zu sitzen und dann auch noch an den Kopf geworfen zu bekommen, man würde den Sitzplatz usurpieren, für den jemand anders gezahlt hat. Erst recht, wenn das nicht stimmt. Ich staune immer noch, wie ruhig ich geblieben bin.
Jedenfalls stand bei uns beiden eindeutig was von „Fensterplatz“. Gibt aber zum Glück zwei davon, sodass sie statt dessen leider den Sudokumann nerven musste – ich saß richtig. Und jetzt liest sie „fünf Heimatromane in einem Band – Jede Geschichte ein Happy End“. Sie war dann aber richtig nett, sobald sie kapiert hat, dass ihr gerechter Zorn aus einer Verwechslung entstammt. Sobald bei beiden Seiten die Wut verraucht ist, merkt man, dass der andere auch nur ein Mensch ist.

Ja früher, da hat man…

… mit den Mitreisenden gesprochen? Wohl kaum. Auch wenn Smartphones eine relativ neue Erfindung sind:
– Gameboys und ähnliche Handhelds gibt es seit den 80ern
– Bücher zu vertretbaren Preisen gibt es seit der Erfindung des Buchdrucks auch wenn ich bezweifle, dass in Kutschen schon gelesen wurde… stelle ich mir holprig vor…
– Groschenromane und Feuilletons sind seit dem 19ten Jahrhundert sehr beliebt
– und ich weiß es zwar nicht, ohne zu googeln, aber wie lange gibt es schon Zeitungen?
Wenn man nicht zufällig nette Mitreisende und einen Aufhänger zum Reden hatte – und das ist bei mir bei der Hinreise (als das Smartphone noch funktionierte) der Fall gewesen – dann schweigt man sich an.
Ob mit Smartphone, ob ohne, es gab schon immer genug Mittel und Wege, seine Mitreisenden zu ignorieren und zu hoffen, dass man ebenso ignoriert wird.
Wenn man nicht gerade das Glück hat, an eine unfassbar sympathische ältere Dame zu geraten, deren Gedanken ich sehr inspirierend und weise fand. Die Hinfahrt war in der Hinsicht wundervoll!

Und dann noch zum Thema „früher“

Es ist inzwischen bewiesen: Je länger eine Erinnerung her ist, desto mehr taucht man sie unbewusst in ein rosarotes Licht. Zwecks psychologischem Selbstschutz, psychologischer Hygiene und einfach, weil im Nachhinein selbst die bescheuertsten, dümmsten und hektischsten Ereignisse zumindest eine gute Erzählung abgeben.
Man kann herzhaft darüber lachen.
Aber das heißt nicht, dass früher auch wirklich alles besser war. Es scheint uns nur alles besser zu sein, weil wir es in eine Erzählung kleiden können, die amüsiert, erfreut, zum Lachen bringt.
Irgendwann sind es nicht mehr die Erinnerungen an früher, die wir toll finden – es sind die Erzählungen über diese Erinnerungen. Darüber habe ich ausführlich in meiner Bachelorarbeit geschrieben. Je öfter etwas erzählt wird, desto mehr erinnert sich der Erzählende selbst nicht an das Ereignis, sondern an die eigene Erzählung und wird von der Stimmung der Zuhörer angesteckt. Modifiziert die Erzählung sogar so, dass sie besser ankommt.
Früher war darum nicht zwingend schlechter.
Aber früher ist vorbei. Wir leben im Heute. Und heute gibt es Menschen, die sich gar nicht mehr an eine Zeit erinnern können, in der sie nicht permanent ihre Freunde erreichen konnten.
Wenn ich von überzogenen Handyrechnungen meiner Ex-Mitschüler, von Modemtönen und pro Minute abgerechnetem Internet erzähle und dass man nie zugleich telefonieren und surfen konnte… fühle ich mich bereits uralt. Von Call-by-Call-Vorwahlen, dem Unterschied zwischen Ortstarif und ortsübergreifendem Tarif, Karten für Auslandsanrufe an Telefonzellen, zwanzig Pfennig pro Minute im Ortsinneren an selbigen Telefonzellen haben die heutigen U20er vermutlich schon gar nichts mehr gehört.
Während für mich ein Fax bereits antiquiert war. Aber dafür habe ich noch mit Disketten gearbeitet.
Es war eine tolle Zeit, trotz allem. Keiner hat die heutigen Möglichkeiten vermisst, weil man nicht mal ahnte, dass sie mal möglich – und theoretisch für jeden Menschen verfügbar – sein werden.
Möchte ich ins Damals zurück?

Nein.

Jetzt würde ich mein modernes Leben vermissen.
Das Vernetzt-Sein. Die Möglichkeit, eine Auslandsflatrate zu nutzen. Wann immer ich Hilfe brauche, jemanden erreichen zu können – ohne Rücksicht auf SMS-Kosten und Freiminuten, denn ich habe für alles eine (im Vergleich zu der Sicherheit, die ich dadurch spüre lächerlich billige) Flatrate. Die Möglichkeit, selbst jederzeit da zu sein für die, die mir wichtig sind – und wenn es nur ein „Zugnetz, schreibe per Smartphone, aber fühl dich ganz doll gedrückt, mehr später!!!!“ ist.
Es ist für mich sehr wertvoll, dass ich meinen langen Weg zur Uni nutzen kann, um lästige (aber notwendige) Onlinearbeiten schon mal zu erledigen, statt sie alle erst machen zu können, wenn ich abends nach Hause komme – müde und gestresst. Ich schaffe mir damit Freiräume und vermeide gleichzeitig Leerlauf, der mich mindestens genauso stresst.
Wenn ich zurückblicke, dann mit einem Lächeln. Um mich dann umzudrehen und nach vorne weiterzurennen.
Die Vergangenheit kenne ich schon. Die läuft mir nicht mehr weg.
Das was kommt, das ist neu und aufregend. Ich will es mitgestalten. Und ich will nichts davon verpassen.

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14 Kommentare zu “Zugfahrgedanken – Gestrandet in der Unerreichbarkeit

  1. tommimh sagt:

    Ich fahr ja nur unter Zwang mit dem Zug. Alles was mit dem Auto zu erreichen ist, wird damit angesteuert und alle anderen Ziele mit dem Flugzeug. Und bei letzterem ist man ja oft Zwanghaft lange Stunden ohne Netz. Mein Rekord in den letzten Jahren waren 12,5 Stunden von Zürich nach Las Vegas. Persönlich finde ich es aber nicht schlimm, da ja eben das Smartphone sonst noch alles kann. Musik hören, lesen, Spielchen – so bekommt man die Zeit wunderbar rum.

    Ein Totalausfall des Smartphones wäre aber wohl eine mittelschwere Katastrophe. Gut, im Flieger kann man noch Filme über deren Bordprogramm schauen, aber meistens habe ich nach einen oder zwei Filmen keine Lust mehr und dann kommt das Smartphone mit den oben genannten Dingen zum Einsatz.

    Dabei bin ich ja eine Generation, die noch ohne diese ganze Technik ausgekommen ist. Mein erstes Handy habe ich mit 20 gekauft und das erste vernünftige Smartphone erst vor rund 7 Jahren. Aber ein Leben ohne will ich mir auch nicht mehr vorstellen.

    LG Thomas

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    • Okay, meine einzige Reise, die länger ging als 12 Stunden (mit dem Bus nach Spanien) war meine eigene Auswanderung, als ich im Alter von 6 Jahren für 72 Stunden in einem umgebauten Linienbus über zwei Landesgrenzen fuhr. Aber damals waren mobile Telefone mein kleinstes Problem…
      Wenn ich autofahren könnte, würde ich aber auch keine Vierstundenstrecken mit dem Zug zurücklegen, da gebe ich dir Recht.

      Für mich war die Langeweile nicht mal das Schlimmste (wenn auch ein nerviger Aspekt), ich hatte noch einen iPod Classic, ein gutes Buch und ein Netbook dabei (Also Musik, Lesestoff und immerhin ein paar Spielchen). Schlimmer war wirklich, dass ich die Umwelt außerhalb des Zugs nicht erreichen konnte.

      Mein Vater übrigens hat sein erstes Handy auch so mit ca. 27 gekauft – und geht heute keinen Schritt ohne Smartphone aus dem Haus, eben aus den von dir genannten Gründen 🙂

      LG,
      Evanesca

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  2. Als seltenes Exemplar der Art Nicht-Smartphone-Besitzer ist das eine interessante Ansicht, die du hier beschreibst. 😀
    Ich muss aber zugeben, dass bei mir die Langstrecken doch eher mit Auto zurückgelegt werden und ich dann auch so ziemlich immer hinterm Steuer sitze, aber das kann auch zu einer ganz schönen Qual werden, wenn man alleine fährt bzw. sehr schweigsame/merkwürdige Mitfahrer hat.

    Ich kann nur von meinen täglichen 20-minütigen Busfahrten schließen, aber ich würde auf alle Fälle Buch/Bücher, Schreibzeug und MP3-Player mitnehmen, um mir die Zeit zu vertreiben und alternativ aus dem Fenster gucken und Gedanken schweifen lassen. Mit Buch und Musik hab ich zumindest vor fünf Jahren fast fünf Stunden bis zu meinem Studiumsort überstanden.
    Als gelegentlicher Festivalgänger bin ich auch da so ziemlich von der Außenwelt abgeschnitten.
    Natürlich ist das Handy aus Erreichbarkeitsgründen dabei, aber nicht zwingend durchgängig angeschaltet. Ich vergesse es auch gerne mal…

    Bei längeren Reisen mit Zwischenstopps, wo ich ihn dann verwenden kann, ist aber auch der Laptop mit bei, aber im Zug hab ich den noch nie verwendet…

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    • Mangels Autofahrskills habe ich gar keine andere Wahl, als den Zug zu nehmen ^^.
      Smartphonebesitzerin bin ich inzwischen seit vier Jahren (und zwei meiner Smartphones hatten noch Tasten – ich zähle einfach jedes Gerät dazu, mit dem ich anständig im Internet surfen kann und das mir ein paar verbesserte Office-Funktionen im Vergleich zu einem nicht schlauen Handy gibt ^^ ) und es erleichtert mir das Leben ungemein.
      Inzwischen kann ich das Ding auch zur Unterhaltung nutzen, ansonsten gehöre ich aber noch zur Fraktion „In erster Linie ist das ein Arbeitsgerät und hilft mir, Aufgaben x, y und z besser zu bewältigen“.

      Als ich jünger war, kein Smartphone brauchte (da ich eh nix zu erledigen hatte), habe ich tatsächlich noch einen Discman und ca. 50% meiner CD-Sammlung, Ersatzbatterien, einen Ersatzblock und eine Riesenmenge Zeichenstifte täglich zur Schule mitgenommen. Plus Bücher.
      Jetzt… bin ich es nicht mehr gewöhnt, so viel dabei zu haben. Dafür hasse ich Handtaschen, Rucksäcke etc. zu sehr und reise zu gern mit leichtem Handgepäck.

      Ich ertrage keinen Leerlauf, immer muss ich irgendwas erledigen. Wenn ich nicht gerade lese, muss ich also was arbeiten. Und wenn ich nicht arbeiten kann, sondern „verdonnert“ bin, tatenlos aus dem Fenster zu schauen, springe ich geistig im Dreieck und bin gestresst ^^. Erst Recht, wenn ich daran anfange zu denken, WAS ich bei besserem Equipment alles erledigen KÖNNTE…

      Im Zug habe ich oft das Netbook dabei, aber ohne Internet.

      Auf einem Festival war ich noch nie, wäre aber auch um ehrlich zu sein nicht so meins (allein der Gedanke an Zelten und Gemeinschaftsduschen löst bei mir Alpträume aus) ^^.

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      • Ich denke, wenn ich mir irgendwann doch mal ein Smartphone zulege, werde ich es auch häufiger nutzen, als ich mein jetziges Handy nutze – auch wenn nicht zum Telefonieren. 😀

        Ich finde Stille und Gedanken schweifen lassen manchmal ganz angenehm. Das Problem ist dann immer nur, dass ich anfange mir Geschichten auszudenken oder weiter zu spinnen, ich dann aber im Anschluss selten Zeit finde das Ganze aufzuschreiben. Mit Smartphone könnte ich das natürlich gleich erledigen, aber nicht zu Ende geführte Gedanken lassen sich so schlecht aufschreiben. 😉

        Zur Beruhigung bei Festivals: Die Gemeinschaftsduschen werden immer seltener. Bei vielen ist es nur noch ein gemeinsamer Vorraum und abgeschlossene Kabinen. Und es gibt auch immer die Chance in einem nahe gelegenen Hotel zu übernachten. 😉

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        • Eeeben – ich habe nie viel telefoniert. Zum Telefonieren täte es auch so ein Saurierknochenhandy. Aber ich wollte schon als Fünfzehnjährige immer ein kleines tragbares Office haben. Konnte es mir nur nie leisten – damals waren die Nokias aus der N-Serie mein Traum, die wie winzig kleine Laptops aussahen *-*

          Genau das ist das Problem – die Stille bleibt nicht still, die Plotstimmchen fangen an, im Kopf durcheinanderzusummen. Grundsätzlich immer dann, wenn man nichts zum Schreiben hat!
          Hast du schon mal eine ganze Packung Tempos mit Geschichten bekritzelt? 🙂
          Hat dein Handy eine Diktierfunktion? Das hatten auch meine älteren Geräte schon und ich habe oft irgendwelche Gedanken draufgesprochen.

          😀
          Vielleicht kann ich Outdoormufffel mich ja doch irgendwann auf eins wagen in diesem Fall 😀

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          • Diktieren finde ich merkwürdig, vor allem wenn man im Bus sitzt mit jeder Menge Schulkinder…ne, das liegt bei mir eher daran, dass ich nach dem Bus auf Arbeit bin und da Gedanken/Geschichten aufschreiben eher nicht teil der täglichen Aufgaben ist. Was zum Schreiben hab ich egtl. fast immer mit. 😀

            Eine ganze Packung habe ich noch nicht vollgeschrieben, aber schon diverse Servietten und Zettel (in dem Zusammenhang mag ich kurz Schleichwerbung machen für einen Beitrag auf DF.PP Entertainment – DarkFairy und mein Projektblog – machen: Das kleine Schwarze gegen die Kommas)

            Solange dir die Musik zusagt, die da gespielt wird, kannst du dir immer Wege überlegen, wie du nicht zelten musst. Pendeln ist eine oft sehr angenehme Alternative (Sorry, nochmal Schleichwerbung, aber ein Beispiel für Vorteile des Pendelns, diesmal von meinem eigenen Blog: Wacken 2012)

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            • Ja gut, da hast du auch wieder Recht. Diktiert habe ich auch immer, wenn niemand dabei war *g*.

              Was Notizbücher angeht… Ich besitze gefühlt 50 davon. Verteilt auf mehrere Haushalte (einer davon im Ausland) und innerhalb eines Haushalts auf mehrere Standorte.
              Da seid ihr zwei mit EINEM Notizbuch besser bedient *g* als ich mit meiner fliegenden Zettelwirtschaft o.O

              Und der andere Blogpost ist etwas länger, ich will aber schon mal hier antworten. Bin noch am Lesen.

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              • Das ist nur das eine, wichtige, physische Notizbuch, dazu gibt es einen Ordner mit der ausgedruckten Geschichte – inklusive Randnotizen – und jede Menge Dateien mit diversen unterschiedlichen Notizen/Anmerkungen/Szenen/Handlungssträngen/etc…. (aus Entfernungsgründen hat sich das bei uns eher aufs digitale Medium verlegt).

                Aber ich selbst habe eher einen Zettelwust und kein richtiges Notizbuch. Dafür aber ein paar Hefte in denen Geschichtsabschnitte schon drin stehen.

                Das Wort nach dem du Ausschau halten musst ist „mud“. 😉

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                • Ah, okay *g*. Dann ist mein Ordnungsparadigma praktisch auch nicht vorhanden. Was mir jedes Mal in den Hintern beißt, sodass ich nachträglich meinen Kram doch noch ordnen und einsortieren muss :/. (Darüber sollte ich demnächst bloggen..)

                  Okay, ich glaube, es begegnet mir bereits *g*

                  Gefällt 1 Person

  3. Wenn ich diesen Blogpost so lese, komme ich sogar noch mehr zur Überzeugung, dass dir eine Zugfahrt ohne Internet und Telefon wirklich nicht geschadet hat 😛

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    • Das glaube ich nicht, Tim.

      Nein, ernsthaft. Vielleicht wäre es gegangen, wenn ich mehr Bücher dabei hätte… *grübel*

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      • ^^

        Im Gegensatz zu dir fahre ich viel öfters Zug (zweimal wöchentlich mindestens zwei Stunden, und gelegentliche Trips auf längeren Strecken mit bis zu sechs Stunden im Zug durchschnittlich alle zwei Monate) und habe dabei nie Internet (entweder weil die Strecke im Ausland verläuft, oder aber weil die Strecke zu bergig ist, um Empfang zu haben).
        Dafür habe ich aber immer was zu tun – Bücher, Mitreisende (bekannt und unbekannt), längst überfällige Arbeiten, Kurzgeschichten, Gedichte/Elfchen/Tankas/Haikus, und wenn man nicht gerade durch das für Bewohner und Betrachter trostlose Germanien fährt, kann man sich auch an der Landschaft gut ergötzen.

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        • Ohne Internet würde ich ja noch überleben – auch wenn der Ablenkungsfaktor schön ist, wen die Mitreisenden besonders gartig, die Reise besonders langweilig ist oder was weiß ich – aber es gibt ja auch noch Spiele und E-Books und so.
          Aber ohne Telefon fand ich echt belastend 😛

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