#28Tage – Ein Fazit

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4. März 2015 von Evanesca Feuerblut

Wie schon im Ankündigungsposting erwähnt, habe ich bei Ally Stones 28-Tage-Schreibchallenge mitgemacht. Inzwischen ist ihr Fazit-Post online und meins… musste bis heute warten. Aber hier kommt es ;-).

Zahlen – Bilder – Fakten

Aus 16.800 Wörtern wurden 24.436. Aus 28 Schreibtagen 23 – das wären dann 5 Nulltage, an denen ich aus diversesten Gründen nicht zum Schreiben kam oder zwar geschrieben habe, aber nicht wirklich wusste, wie ich das quantitativ zählen sollte und es darum gelassen habe. Weil ich Tabellen anlegte oder Blogposts in Stichpunkten vorschrieb, neu- und umformulierte, aber nicht direkt fertig wurde, beispielsweise.

Von den 23 geplanten Schreibtagen gab es nur zwei, an denen ich das Tagesziel nicht geschafft habe – und an einem der zwei Tage lag ich nur sehr knapp darunter.

Weil es sich außerdem um eine Challenge mit fester Wortzahl handelt, habe ich dieses Mal darauf verzichtet, meine geplante Wortzahl in 50er Schritten nach oben zu schrauben, wie ich es im Januar getan habe – damals startete ich mit 200 oder mit 300 Wörtern und erhöhte irgendwann auf 400, um mich selbst weiter zu motivieren, als ich völlig überraschend mein Ziel nach einem halben Monat geschafft habe.

Finale Februarstatistik 2015

So sieht die Grafik dazu aus – wie ihr seht, habe ich besonders gegen Ende des Monats nicht mehr täglich geschrieben, was aber weniger mit fehlenden Ideen oder Motivation, als schlicht mit privaten Sonderumständen zusammenhängt. Wie beispielsweise einer anstrengenden Uniprüfung.
Die meisten Tage, an denen ich geschrieben habe, waren aber mindestens im salatgrünen Bereich, tendentiell sogar öfter dunkelgrün. Eine solche dunkelgrüne Serie widerum ist noch mal ein zusätzlicher Motivationsmotor. Hat man es einmal geschafft, will man es immer wieder schaffen…

Wie es sich angefühlt hat

Anfangs war ich mir nicht sicher, was die 600 Wörter angeht. Wenn ich mir im Vergleich dazu meinen Januar anschaue, war damals grün doch eher die Ausnahme und eigentlich wollte ich meine Schreibgeschwindigkeit und meine Ausdauer in kleineren Schritten hochziehen.

Um 200 – oder strenggenommen sogar 300 – Wörter nach oben zu hüpfen, war eine Herausforderung, bei der ich mir nicht völlig sicher war. Mir stand eine Prüfung ins Haus, ich musste täglich lernen und auch einige andere Dinge haben mich in der Zeit eingespannt. Es war also keine dieser Challenges, die man annimmt, weil man sie zu 100% auch schaffen kann – und es genau weiß.

Umso erstaunter war ich, wenn ich sogar an schlechten Tagen – lange an der Universität, gesundheitlich angeschlagen oder stressig – erstaunlich schnell die Wörter in Hunderterschritten in die Tastatur hämmerte. Immer wenn ich welche dazugezählt habe, staunte ich, wie viel ich doch wieder geschrieben habe.

Meilensteine

Ich habe während der Challenge zwei für mich sehr bedeutsame Meilensteine in meinem Roman erreicht:

  1. Den ersten Handlungsstrang vollendet
  2. Die 200ste Seite geknackt

Beides ist für mich persönlich bedeutend.

Einen Handlungsstrang abzuschließen, bedeutet auf jeden Fall, einen Teil der Geschichte bereits erzählt zu haben. Ich habe etwas – exakt 169 Seiten – in der Hand, das in sich vergleichsweise geschlossen ist. Also auch etwas, was ich im Zweifelsfalle bereits überarbeiten kann und muss, da die ersen paar Seiten teilweise noch von 2008 und 2009 stammen, also aus der Anfangszeit des Projektes und entsprechend aussehen. Für das Projekt habe ich mir vorgenommen, den einzelnen Handlungssträngen bis zu 350 Normseiten einzuräumen, da sie jeweils klar umrissene Zeiträume umfassen und wesentlich mehr bedeuten würde, dass ich ins Schwafeln komme. Und das will ich eigentlich nicht.
Das Zweite… ist eine rein quantitative Sache. Es macht mich einfach glücklich, wenn ein Projekt irgendeinen Hunderterschritt erreicht. Ich stelle mir dann immer ein Buch entsprechender Dicke vor und je größer die Zahl vor der Hundert, desto mehr sieht das Ergebnis wie ein handfester Roman aus.

Außerdem kam ich in die Verlegenheit, diverseste Weltenbau-Fragen zu klären. Darunter nicht zuletzt die jahrelang vernachlässigte Frage, was eigentlich die Männer in meiner Geschichte tragen!

Was abseits vom Roman entstand

Es hieß in der Challengebeschreibung ja, dass auch freiwillige Blogposts gezählt werden dürfen und so entstanden auch neben einigen Buchrezensionen (jedes Wort ein eigener Link) noch drei Artikel, die mir besonders am Herzen liegen, da sie im Rahmen der #blogeha-Blogparade entstanden sind. #blogeha steht dabei für „Blogger gegen Hass“, in Anlehnung an #yougeha für „Youtube gegen Hass“ und wurde von Sarah Maria ins Leben gerufen.

Rein zufällig habe ich zwar einen Beitrag, der gepasst hätte, auch auf diesem Blog stehen, aber ich wollte unbedingt etwas Neues für die Blogparade schreiben und vielleicht auch etwas, an das andere Blogger nicht gedacht haben oder das nicht so „erwartet“ wird bei diesem Thema wie beispielsweise meine Erfahrungen als Kind der Migration (die auch schon teilweise anderthalb und mehr Jahrzehnte auf dem Buckel haben). Darum… untersuchte ich die Facetten von Hass und Toleranz in den Harry-Potter-Romanen in drei Artikeln:

  1. Sexuelle Randgruppen & Hybriden
  2. Infizierte & Zauberwesen
  3. Hauselfen, Magier und Muggel, Hogwartshäuser

Würde ich es wieder tun?

Auf alle Fälle – aber ich wünschte mir, dass beim nächsten Mal einige Autorenkollegen mehr dabei wären. Denn klar, es war auch zu zweit sehr schön und Ally ist eine wundervolle und langjährige Kollegin – aber man soll nie die Schwarmmotivation unterschätzen und den Austausch, den eine größere Teilnehmermenge ermöglicht!

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7 Kommentare zu “#28Tage – Ein Fazit

  1. Tintenhexe sagt:

    Ich finde 600 Worte nicht allzu tragisch und wäre wieder einmal bei so etwas dabei, da mir ein NaNoWriMo einfach zu viel ist und in meinem Beruf im November sowieso unmöglich! Also coole Idee wirklich und schön hast dus geschafft!

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    • Stimmt, 600 Wörter waren auch tatsächlich nicht viel. Auch die Aufstockung von 300 auf 600 hat mich nicht sooo gekillt, wie ich erwartet habe.
      Der Punkt ist: Ich bin ja nicht so die Hardcore-Plotterin. Von daher fragte ich mich natürlich immer auch, ob ich denn täglich immer weiter weiß, was ich schreiben soll.
      Hat aber funktioniert :).
      Im April ist Camp NaNoWriMo, mit selbstgesetzten Zielen. Willst du mitmachen? 🙂

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  2. Wenn mir die Uni irgendwann nicht mehr im Nacken sitzt, mach ich bei sowas gern mit. Aber momentan fehlt mir die Zeit dazu :-/

    Gefällt 1 Person

  3. Ich hätte auch mal (wieder) richtig Lust auf so eine Schreibchallenge, abseits vom NaNo. Leider fehlt mir derzeit die Zeit dafür. Oder besser gesagt: Ich weiß, dass ich mich dann ins Schreiben stürzen würde und die eigentlich dringenderen Sachen (Uni-Projekte etc) vernachlässigen würde. ich kenne mich ja 😀
    So ab April wäre ich aber sicher dabei, ich schreibs mir einfach mal in meinen Blogkalender, vielleicht können wir uns da irgendwie, irgendwann zusammen tun? 🙂

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    • Im April mache ich auf jeden Fall beim Camp NaNoWriMo mit, das ist ja im Prinzip auch recht frei. Man kann sich ja selbst aussuchen, wie viel man am Ende geschrieben haben will :).
      Aber man kann sich auch sonst bestimmt über Blogs, Hashtags etc. austauschen, von daher… gerne 😀

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