NaNo-Fragen – eine Aktion von Tinka Beere – #4

Die wunderbare Tinka Beere hat in ihrer NaNoWriMo-Veranstaltung auf Facebook etwas ins Leben gerufen, das ich nur begrüßen kann. Insbesondere, weil ich einfach nicht in der Lage bin, ein ganz konventionelles NaNo-Tagebuch zu verbloggen, ihr aber dennoch ein Recht auf meine Updates habt. Sie stellt uns regelmäßig Fragen, die wir direkt in der Veranstaltung beantworten können – oder auf unserem Blog.

Tinkas NaNo Frage 4

1. Wie viel Energie hast du noch?

Viel zu viel. Irgendwann war der Hänger, der mit dem zu unvorbereiteten Projekt „Musiker“ zusammenhing, vorbei. Danach war ich voller Kraft und Schreibdrang.
Gestern kurz vor Mitternacht schrieb ich die Prosa-Rohfassung der „Musiker“ fertig (die zugehörige Lyrik schiebe ich ohne NaNo-Zwang nach) und jetzt bereite ich mich auf ein paar Kurzgeschichten vor.
Und ich habe das Gefühl, unter Strom zu stehen!

2. Bist du schon fertig? Wenn ja, wirst du trotzdem täglich mindestens 1.667 Wörter schreiben? Wenn nicht, hast du dein Ziel heruntergesetzt oder gar aufgegeben? Warum?

Ich bin fertig und nicht fertig zugleich.
Im Prinzip habe ich diesen NaNo:
– einen Roman zu Ende geschrieben
– einen weiteren Roman angefangen und beendet
– eine Novelle angefangen und beendet
Jetzt habe ich noch Wörter übrig und kein Projekt mehr. Also werde ich mit einer Kurzgeschichtenchallenge anfangen, die ich mir für den Dezember vorgenommen habe.
Und sollte ich da dann die 50k überschreiten, schreibe ich weiter. Ich will nämlich den Badge für tägliches Aktualisieren 😛

3. Hast du schon jemanden umgebracht?

Okay, die Fragen sind an alle, es gibt keine „Special-Evanesca“-Edition. Sonst würde die Frage lauten: Wie Viele hast du schon umgebracht und wie viele Tote hatten in der Geschichte einen Namen?

Nein ernsthaft. In der Musiker-Novelle habe ich zwei Tote mit Namen und… vermutlich gut 200 Leute, vielleicht auch mehr, Kollateralschaden direkt am Ort der Handlung (plus Millionen von Menschen, die es quasi im „Abspann“ trifft, weil die Handlung natürlich Folgen hat).
In den zwei Abschlussbänden meiner Vampirtrilogie gingen mehrere Perspektivträger drauf (einer Off-Stage) und da das Szenario Schlachten, Belagerungen etc. beinhalten musste, dürften noch ungefähr 2k Namenlose das Zeitliche gesegnet haben. Vielleicht auch mehr. Ich kann sowas immer sehr schlecht abschätzen.
Ich warne künftige Leser also schon mal vorab: Ich kann Fluff nicht schreiben. Irgendwie wird es bei mir früher oder später immer dramatisch, düster, schmerzhaft und traurig. Und es sterben massenhaft Leute.
Wenn ich mir viel Mühe gebe, schaffe ich vielleicht eine fluffige Kurzgeschichte. Das ist aber das Höchste der Gefühle.
4. Welchen Charakter magst du am liebsten?

Schwer zu sagen.
In meiner Vampirromanreihe mochte ich am Allerliebsten (neben der Protagonistin) meinen kleinen Anakin-Verschnitt, der am Ende völlig anders als Anakin war und bei dem ich so geheult habe, als ich sein Ende schreiben musste. Er war einfach ein wundervoller Mensch 😥 .
Gerade in Band 9 mauserte sich aber eine Nebenprotagonistin hoch. Oh. Mein. Gott. Ich hätte nie gedacht, dass ausgerechnet diese Figur so viel Entwicklung durchmacht (vor allem, da sie nur in einem Band vorkommt), so sympathisch wird und ich sie so sehr mögen würde. Sie ist wundervoll.
In meiner Novelle hat neben dem Protagonisten – der einfach unfassbar herzig ist – noch eine wichtige Nebenfigur einen besonderen Platz in meinem Herzen. S. ist eine vielschichtige, wundervolle Person, hinter deren immerfröhlicher Fassade so, so viel mehr steckt, als man meinen könnte…

5. Wie motivierst du dich für die letzten Tage?

Damit, dass ich diesen seltsamen, für mich völlig verkorksten, aber auch glücklichmachenden NaNo gefälligst durchzuziehen habe.
Sowas Beklopptes wie dieses Jahr (zwei Projekte beendet, Rotz und Wasser geheult, ein riesiges Durcheinander, den Rest mit Kurzgeschichten gestopft und überhaupt, der schrägste November meines Lebens) erlebe ich wohl nie wieder.
Die Anekdote von November ’15 werde ich wohl noch meinen Urenkeln erzählen.
Aber dafür muss ich den NaNo gewinnen 😛

Und wie läuft es bei euch? Auch noch gut dabei? Schon gewonnen? Gibt es bei euch auch so ein absurdes Chaos?

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2 Gedanken zu “NaNo-Fragen – eine Aktion von Tinka Beere – #4

  1. Wenn nicht wenigstens einer blutet, ist die Muse nicht glücklich. Der Fluff meiner Muse sind Rekonvaleszenz-Szenen, wenn sich Leute von Schlachten, Attacken und irgendwelchen Verletzungen erholen. Ich möchte nicht wissen, was das über meine Persönlichkeit aussagt …
    Aber ich bin froh, damit nicht alleine dazustehen 😀 Wobei ich ehrlich noch nie zusammengezählt habe, wie viele Menschen und Nicht-Menschen in einer Geschichte sterben.

    Gefällt 1 Person

    1. Hehe 😀 und da sage noch mal jemand, Frauen würden ihre Charaktere nett behandeln 😛
      So richtig gezählt habe ich auch noch nie. Die Zahlen im Blogpost sind reine „Okay, ich vermute, so viele müssten es sein, aber eigentlich habe ich keine Ahnung“ 😀

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