NaNo-Fragen – eine Aktion von Tinka Beere – #6

Die wunderbare Tinka Beere hat in ihrer NaNoWriMo-Veranstaltung auf Facebook etwas ins Leben gerufen, das ich nur begrüßen kann. Insbesondere, weil ich einfach nicht in der Lage bin, ein ganz konventionelles NaNo-Tagebuch zu verbloggen, ihr aber dennoch ein Recht auf meine Updates habt. Sie stellt uns regelmäßig Fragen, die wir direkt in der Veranstaltung beantworten können – oder auf unserem Blog.

Das ist das letzte NaNo-Update. Es wird mir ein bisschen fehlen…

Tinkas NaNo Frage 6

1. Hast du die 50.000 Wörter geschafft?

Ja, habe ich!
Sogar 55k.
Und ich bin ungelogen tatsächlich stolz auf mich. Klar, ich weiß genau, dass ich einige Szenen so richtig versemmelt habe. Und das ist keins dieser „Ich bin Schriftstellerin und ich muss meine Sachen schlecht finden“. Die sind WIRKLICH schlecht. Unter anderem ein Fall von „In meiner Fantasie ist das absolut episch, aber die schriftliche Version davon ist total verschwurbelt“.
Aber ohne NaNo hätte ich sie nicht einfach trotzdem geschrieben, sondern wäre stundenlang darum herumgeschlichen, hätte tagelang fast nichts oder gar nichts geschrieben und die Szene wäre trotzdem mies geworden. Vermutlich sogar noch schlechter, als sie wurde.
Von daher… der NaNo war toll. Es sind auch einige Szenen entstanden, die ich von ganzem Herzen liebe.

2. Wie geht’s jetzt weiter? Was hast du geplant?

Aus guten Gründen wird im Dezember ausschließlich an Kurzgeschichten geschrieben. Danach werde ich mit der Überarbeitung von Band eins meiner epischen „Ursprünglich war es als Einzelband gedacht, dann als Trilogie und jetzt hat es neun Bände“-Reihe beginnen.
Ausgerechnet Band eins, dessen erste Kapitel von 2008 oder so sind. Die voller Zeugs sind, das ich DAMALS für die Figurenbildung hatte und JETZT längst verworfen habe. Ich wünsche mir selbst viel Spaß und lege schon mal Baldrian neben den Laptop.
Mein langfristigster und geduldigster Betaleser weiß, wie ich 2008 geschrieben habe. Hm. Vielleicht sollte ich IHM auch Baldrian verabreichen.

3. Was hat dich im November am meisten zum Schreiben motiviert?

Da gab es eine Riesenkombo aus vielen Dingen.
Ich wollte unbedingt meine Reihe beenden und das als Grundzweck – dass dieses Mammutprojekt endlich fertig wird und ich anfangen kann, es zu überarbeiten – war sehr motivierend. Wie oft hätte ich am Liebsten zwischendrin abgebrochen und mich schon mal an Band 1 gesetzt? :O
Dann war da noch die tolle Truppe in meinem eigenen Forum. Wir haben täglich Wordcounts ausgetauscht, uns motiviert, uns Challenges für nach dem NaNo ausgedacht… Ich liebe euch, Leute. Auf die platonisch-freundschaftliche Art, aber ich liebe euch.
Dann die absolut tolle, verrückte Truppe aus dem Rindlerwahn. So lustig, verrückt und motivierend war noch keine Schreibchallenge für mich und das verdanke ich auch euch.
Und was noch… Ja, meine persönliche Sturheit, die dazu geführt hat, dass ich meine Reihe, einen Einzelband und acht Kurzgeschichten produziert habe, obwohl ich theoretisch nach Beenden der Reihe die Füße hochlegen und den NaNo einfach NaNo seinlassen könnte.
Habe ich aber nicht.

4. Wirst du im nächsten November wieder am NaNo teilnehmen?

Ganz ehrlich? Das Herz sagt: OMG, ja, auf jeden Fall, weil es mir das Herz brechen wird, es NICHT zu tun, während überall der NaNo-Wahnsinn ausbricht.
Mir hat schon letztes Jahr das Herz gebrochen, weil ich bis zu den Ohren in der Bachelorarbeit und im Überarbeiten von MV versank.
Die Planung sagt: „We’ll see, we’ll see“ und legt dabei vielsagend die Fingerspitzen aneinander. Ich hoffe, mein Herz gewinnt.

5. Was ist deine beste und schlechteste Erfahrung gewesen?

Meine beste Erfahrung war das Miteinander dieses Jahr.
2013 habe ich fast alleine gekämpft. Dieses Jahr gefühlt mit der ganzen Autorenschaft Deutschlands und das war so wundervoll…
Schlechte Erfahrungen… Es gibt immer Leute, die meinen, es allen vermiesen zu müssen, nur weil sie nicht mitmachen. Die sich dann für was Besseres halten und uns arme Statistik- und Quantitätsgeleitete zur wahren Kreativität bekehren müssen.
Leute, leben und leben lassen.
Ich mag den NaNo.
Ihr mögt ihn nicht. Auch gut. Aber müsst ihr darum überall die Arbeit der vielen NaNo-Schreiber niedermachen und ihnen erklären, dass sie keine echten Autoren sind und was weiß ich?
Nein.

Menschen, seid bitte nett zu einander 😉

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13 Gedanken zu “NaNo-Fragen – eine Aktion von Tinka Beere – #6

    1. Exakt. Hatte ich auch auf Twitter – eine schreibt mich mit den Worten „Wer diktiert dir den Wordcount?“ angetwittert – als ich antworten wollte, war der Tweet von ihr gelöscht.
      Ich stöbere herum… die hat auf ihrem Account totale Anti-NaNo-Stimmung verbreitet und echt eklige Aussagen über Teilnehmer gemacht.
      Brauche ich nicht in meinem Leben.

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      1. Jup, solche Leute kann man sich sparen.
        Als ich damals 2010 beim NaNo mitgemacht habe, hatte ich es auch auf Facebook verkündet und in meiner Freundesliste fand sich plötzlich eine, die total aggressiv auf mich losgegangen ist deswegen. Stellte sich dann raus, dass sie auch verhinderte Autorin war, die sich durch das „Ich schreib jetzt einen Roman in einem Monat!“ des NaNos angegriffen fühlte.

        Gefällt 1 Person

  1. Ich finds toll wie Du das durchgezogen hast und mir hat es Spaß gemacht Dir dabei 30 Tage über Deine posts ein wenig über die Schulter gucken zu dürfen. Weil – wie Du es richtig geschrieben hast – einem das Herz blutet wenn man nicht teilnimmt. So war ich zumindest Zaungast! 😀

    Genau: Leben und leben lassen! Wenn ich etwas nicht mag, mache ich es nicht. Gönne es aber den anderen wenn sie denn Spaß daran haben. Schadet doch keinem, wenn man am NaNo teilnimmt. Naja, außer denen, denen man die Ohren abkaut, die man vergisst weil man mitten in der Geschichte steckt, die für die man 30 Tage keine Zeit hat… 😉 Aber ist das nicht sowieso der ganz normale Schreibwahnsinn?!!!

    Ich freu mich schon drauf, wenn es Deine Geschichten zu lesen gibt! Viel Erfolg weiterhin! ❤

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    1. Danke, es war so toll, jeden Tag deine Kommentare zu lesen! Ich war immer happy und motiviert :D.
      Eben – es schadet keinem (naja, ich vermute, ein paar Ärzte haben ein paar mehr Leute, die wegen Sehnenscheidenentzündung und anderen schreibbedingten Verletzngen behandelt werden müssen – aber sonst…).
      😀 Ich habe meine nichtschreibende Umwelt weitestgehend verschont :D.
      Und ja, zum Schreiben gehört Wahnsinn. Und davon eine gute Portion!
      Vielen, vielen Dank! Ich gebe rechtzeitig bescheid :).

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