Der Beginn eines Universums – zu einem guten Zweck

Es fing alles damit an, dass ich darauf angesprochen wurde, ob ich mir vorstellen könnte, für eine Anthologie eine Geschichte einzureichen.

Ich bin Newbie.

Bis auf die wenigen (zum Zeitpunkt dieses Blogposts exakt zwei – siehe ganz unten auf dieser Seite) frei im Netz verfügbaren Texte gibt es von mir im Netz ausschließlich Sachtexte zu lesen.

Bis auf eine Veröffentlichung in einer Zeitschrift und drei in Anthologien gibt es keine Texte von mir zu kaufen.

Es gibt absolut keine Möglichkeit, einzuschätzen, wie gut ich schreiben kann, weil es kaum Arbeitsbeispiele von mir frei zugänglich oder gar großartig öffentlich präsentiert, gibt.

Trotzdem hat ein Mensch mir und meinen Texten so weit vertraut, dass ich direkt angefragt wurde

Wow. Einfach nur wow. Wenn ihr wüsstest, wie stolz ich deswegen immer noch bin und wie schwer es war, nicht sofort auf meiner Facebookseite, auf Twitter oder sonstwo öffentlich damit herauszuplatzen, weil ich vor Glück regelrecht auf Wolken gelaufen bin…

Ich bin einfach nur unglaublich gerührt und unglaublich dankbar dafür. Falls du das hier liest, weißt du, dass du gemeint bist. Danke. Danke, danke, danke.

Meine Geschichte wurde dann auch tatsächlich genommen

Doppelt-Gejubel.

Wenn so ein Vertrauensvorschuss gegeben wird, ohne dass ich besonders bekannt oder meine Text großartig einsehbar wären, ist das nicht nur eine Ehre. Nein, damit hatte ich auch sofort die Angst, das Vertrauen zu enttäuschen, keine ausreichend gute Geschichte abzugeben.
Ich glaube, ich habe sie fünfzig mal überarbeitet, bis ich sie verschickt habe und selbst dann war noch so viel daran zu tun, dass ich zwischendurch an meinem Verstand zweifelte.

An dieser Stelle ganz viele Blumen an die unendlich geduldige Lektorin!

Was hat das mit dem Universum zu tun?

Ich berichte hier auf dem Blog und auf meiner Facebookseite so regelmäßig wie möglich über die Fortschritte mit der „Unparallel“-Reihe (derzeit in neun Bänden und hoffentlich bleibt das auch so).

Aber natürlich soll es nicht bei einer Reihe bleiben. Ich habe allein ungefähr 35 vampirische Charaktere, die in „Unparallel“ selbst noch nicht vorkommen, da sie ihren Auftritt teilweise erst Jahrtausende später haben. Ich habe Stammbäume, Beziehungsstrukturen und eine Menge Notizen darüber, welche Figur in welchem Jahrhundert wo zugange ist und wie es dort gerade aussieht.

Mit anderen Worten: Die neunbändige Reihe ist nichts als der Auftakt zu unzähligen Geschichten, die noch darauf warten, erzählt zu werden.

Und es ist eine Geschichte aus diesem Universum, die in der Anthologie veröffentlicht wird.

Auch wenn ich die Reihe 2015 mehr oder weniger in einem Rutsch niedergeschrieben habe, am Universum selbst werkle ich im Grunde genommen seit 2005 herum. Und nun, am 21.03.2016, soll ein wunderbarer Splitter davon die Augen der Öffentlichkeit erblicken.

Das macht mich stolz und glücklich. Meine Vampire entwachsen sozusagen den Babyschuhen und lernen laufen!

Für einen guten Zweck

Alle Einnahmen aus der Anthologie gehen an PRO ASYL – somit hilft jeder Buchkauf dabei, Menschen zu helfen.

PRO ASYL ist eine unabhängige Menschenrechtsorganisation, die sich seit mehr als 25 Jahren für die Rechte verfolgter Menschen in Deutschland und Europa einsetzt. Weltweit sind rund 50 Millionen Menschen auf der Flucht: vor Krieg, Verfolgung und Gewalt oder vor der Vernichtung ihrer Lebensgrundlage. Dabei schaffen es nur relativ wenige Flüchtlinge, die durch Hochsicherheitsmaßnahmen immer dichter abgeriegelten Grenzen Europas zu überwinden.

Ich bin zwar 1997 legal eingewandert – vergleichsweise bequem in einer sechsunddreißigstündigen Fahrt in einem umfunktionierten Linienbus quer durch halb Europa – aber mir liegen Menschen am Herzen, die aus großer Not aus ihrer Heimat fliehen mussten.

Darum freue ich mich so, dass die Anthologie nicht nur irgendeinem guten Zweck dient, sondern eine Organisation unterstützt, deren Arbeit heute notwendiger ist, als jemals zuvor.

Über die Anthologie

Hier seht ihr das wunderschöne Cover. Es stammt aus der Grafikschmiede von Atlantic Coast Art und zeigt euch, welche Art von Geschichten ihr erwarten dürft. Zwischenschritte, die Figuren in größerer Form und ein Outtake findet ihr in diese Post des Künstlerduos.

Das Coverbild zeigt ein geflügeltes Portal zu unserer Erde, das auf einem Podest im Wüstensand steht. Eine Dschinna fliegt darauf zu. Ein Faun steht daneben.

Neuigkeiten gibt es auch auf der Seite von Carmilla DeWinter, der oben bereits genannten Lektorin mit Engelsgeduld und viel Organisationstalent.

Ich freue mich auf diese besondere Veröffentlichung und bedanke mich bei all den großartigen Menschen, ohne die es nie so weit gekommen wäre. Und ich hoffe inständig, dass die Anthologie ihren Teil dazu beitragen kann, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

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21 Gedanken zu “Der Beginn eines Universums – zu einem guten Zweck

  1. Hallo Katharina, davon hatte ich ja noch gar nichts gehört – meinen ultramegasuper Glückwunsch! ^_^ Wie klasse ist das denn, das so ein Projekt auf dich zugeht. Glaubst du, du könntest einen kleinen Teaser zur Story geben? Ich wüsste zu gern jetzt schon, worum es geht! Anscheinend kann ich aber schon Vampire erwarten?

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    1. Hallo, Nora! 😀
      Vielen Dank! Ja, ich war selbst aus allen Wolken…
      Geteasert wird die Story dann bei Erscheinen der Anthologie, dann gibt es noch mal einen kleinen, aber feinen Post hier dazu :).
      Exakt – es geht um Vampire, aber um was für welche, werde ich dann am 21. März verraten. Da bin ich jetzt schon gespannt, wie sie beim Leser ankommen.
      Es ist ja das erste Mal, dass diese Vampire an die Öffentlichkeit dürfen :).

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        1. Stimmt. Nur noch vier Tage. Ich bin jetzt schon furchtbar hibbelig deswegen. Mehr als bei anderen Anthologien, ist ja nicht meine erste :). Aber sie ist besonders.
          Stimmt, müsste es tatsächlich. Vielleicht macht das BafmW öfter welche. Oder andere Veranstalter machen auch Benefiz-Anthologien.
          Oder man stellt sowas selbst auf die Beine. Mit Amazon kann ja jeder zum Herausgeber werden :).

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          1. So macht es die „Schatten“-Anthologie wo ich demnächst wieder dabei bin (da werden auch die ganzen Einnahmen gespendet)
            Jetzt, wo ich darüber nachdenke: Vielleicht wäre das auch was für dich? Aber erst einmal muss „Schattenflüsterer“ rauskommen 😉 Ich bin mir sicher, wir machen noch einen dritten Teil, wieder mit einem neuen Herausgeber. Die Geschichten waren bisher immer wahnsinnig frei, Hauptsache, es war ein fantastischer Aspekt dabei. Zwischen Fantasy Romance, Dark, Urban und High Fantasy hatten wir schon echt alles. So, und jetzt Schluss mit Off-Topic!

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              1. Na denn – ja, so ist es, wir haben eine private Facebook-Gruppe, wo wir alles organisieren! Wenn es einen neuen Band gibt, werden wir sicher auch neue Leute suchen, dann kann ich gern auf dich zurückkommen 🙂 (vielleicht bin ich dann Herausgeberin, wer weiß … hab schon mit dem Gedanken gespielt)

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    1. Danke! 😀
      Öhm, es gibt ja bereits ein paar Geschichten von mir zu lesen. Die eine auf dem Tintenfleck-Blog und in einigen Anthologien :D. Aber ich freue mich, dass DIESE Geschichte auf alle Fälle schon dein Interesse geweckt hat <3.
      Das ist es wirklich. Ich fühle mich so unfassbar geehrt, dabei sein zu dürfen *strahl*

      LG,
      Evanesca

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      1. Also den Tintenfleck Blog habe ich gefunden – und wo finde ich jetzt Deine Geschichte? Vielleicht könntest Du mir einen Link schicken? Das wäre super!!

        Liebe Grüße und ich wünsch Dir einen schönen Tag!
        Nicole

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        1. Die Geschichte, die Flocke dort gepostet hat, ist diese hier: https://tintenfleck.wordpress.com/2015/08/17/gastbeitrag-maennersorgen/
          Wobei ich Gastgeschichten ja immer zusätzlich auf der „Meine Texte im WWW“-Seite verlinke. Vielleicht sollte ich da aber Lyrik und Prosa vor den Sachtexten reihen, die gehen sonst ein bisschen unter.
          Ist eine Kürzestgeschichte (ganze 66 Wörter).

          Liebe Grüße,
          Evanesca/Katherina 🙂

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          1. HERRLICH diese Kürzestgeschichte!!! Ich – als anerkannte Laberbacke – finde es immer wieder bewundernswert, wie solche Autoren wie Du etwas so auf den Punkt bringen können! Jetzt freue ich mich noch mehr auf Deine künftigen Geschichten!

            Liebe Grüße
            Nicole

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            1. Danke :D.
              Laberbacke, was für ein tolles Wort… ❤
              Das Lustigste ist, dass ich eigentlich ein Drabble schreiben wollte, aber irgendwie habe ich es nicht geschafft, den Humor zu erhalten und 34 Wörter mehr zu schreiben.
              Ich bin also.. das absurde Gegenteil einer Laberbacke. Eine Steno-Autorin oder so… 😀

              Liebe Grüße
              Katherina

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