Vorbereitung auf #7Leben mit dem Arbeitsbuch von Tanja Hanika – Teil 1

Okay. Ich brauche eine kürzere Überschrift.

Ich habe es ja bereits hier angekündigt, dass ich von Tanja Hanika ein Arbeitsbuch zugeschickt bekommen habe. Und natürlich wollte ich euch auf dem Laufenden halten, wie es ist, damit zu arbeiten.

Zunächst: Sehr weit bin ich noch nicht gekommen.

Aller Anfang ist… eine Überschrift

Ich habe natürlich sofort auf Deutsch und Englisch die öffentliche Reihenüberschrift eingetragen. Damit man auch sieht, wofür ich das Arbeitsbuch verwenden werden, denn bei Gefallen werde ich mir weitere Arbeitsbücher nachordern und dann sollte ich sie auseinanderhalten können.

#7Leben steht dabei nicht nur für ein Buch, es steht für eine Reihe, deren Umfang mir selbst noch nicht bewusst ist. Das klingt unlogisch, aber ich kann nicht anders arbeiten und muss Reihen immer komplett konzipieren, um schreiben zu können. Band 1 hat noch nicht mal einen Arbeitstitel.

Ich weiß nur, dass ich eine Rahmenhandlung habe, die sich über einige Wochen erstreckt und die im Prolog und Epilog eines jeden Bandes neu aufgegriffen wird, es wird also das sein, was ich zuerst schreibe. Und ich habe eine sehr genaue Vorstellung davon, wie der letzte Band der Reihe enden wird (oder zumindest wie es kurz vor dem Ende aussehen wird).

Wer mich kennt, weiß, dass das (plus geheime Entwicklungsaufgaben für jeden Perspektivträger) in der Regel ausreicht, um mich theoretisch durch eine beliebige Anzahl an Bänden zu tragen.

Warum dann ein Arbeitsbuch?

Ich stellte schon bei „Unparallel“ fest, dass es mich zwar trägt, es mir aber nicht völlig gereicht hat. Es gab durchaus Stellen, an denen ich hing und keine Ahnung hatte, wie ich da weiterkommen soll. Und es gab Stellen, an denen ich in der Handlung herumgeeiert bin, weil ich nicht wusste, wo ich hinsoll, weil der nächste Punkt, an den ich musste, sehr weit weg war und ich erstmal Zwischenpunkte definieren musste.

Und gerade als ich darüber nachgedacht habe, wie ich das anstellen soll, kommt die Mail mit dem Angebot des Arbeitsbuches. Perfektes Timing.

Gefällt mir, was ich sehe?

Ich mag das Cover, das schon mal dazu einlädt, beschriftet zu werden. Ein Arbeitsbuch soll danach aussehen, dass damit gearbeitet wird. Das Cover ist dazu sehr einladend und die Gelegenheit, schon mal meinen Arbeitstitel zu verewigen, toll.
Auf der ersten Seite ist mir die Schrift etwas zu hell. Für mich mit meinen gesunden Augen kein Problem, für andere vielleicht bereits ein Hindernis, auch wenn hier nur eine leine Einleitung steht. Auch hier darf ich noch mal mein Projekt betiteln (und trage ein bisschen mehr ein) und das Datum, an dem ich mit dem Arbeitsbuch gestartet habe (07.05.2016). Für mich ein tolles Feature, ich halte gern fest, wie lange ich an irgendetwas arbeite!

Einziger Wermutstropfen ist das Wort „Rezessionsexemplare“ im Inhaltsverzeichnis. Es müsste „Rezensionsexemplare“ handeln. Das kann passieren, sollte aber in einer zweiten Auflage nicht mehr durchrutschen.

Seite 5

Das ist die Seite, auf der ich versandet bin und die ich immer stärker fülle.

Mit Absicht sehr verschwommen, ihr sollt ja nicht sehen, was ich da notiert habe :D. Mindmaps sind eigentlich kein bisschen meins, aber da ich hier nur drei Kugeln hatte habe ich mir überlegt, was jetzt die drei wichtigsten Sachen sind, damit ich anfangen kann. Nachdem ich die drei Unterpunkte hatte, habe ich angefangen, was zu den Punkten eins und zwei zu notieren.

Heute geht der Blogpost zum Bild online.

#Autorenleben #Arbeitsbich #Plotten

A post shared by Katherina Ushachov (@evanesca_feuerblut) on

Es kommt nicht so gut auf dem Bild zur Geltung, aber ich schreibe zu jedem Bubble in einer anderen Farbe Stichpunkte. Damit, falls sich einige Stichpunkte arg verschachteln, ich trotzdem sofort weiß, was wo dazugehört.

Punkt drei ist noch leer. Und der Grund, aus dem ich jetzt schon begeistert bin, denn auf alle Fälle hat mich Seite fünf schon mal vor einigen peinlichen Faux-Pas bewahrt. Denn das ist der Punkt, der mit ganz viel Recherche zusammenhängt.

Es kann also noch dauern, bis ich zu Seite 6 und den Folgeseiten komme. Aber das ist momentan gut so.

Was haltet ihr von meiner Arbeitsmethode? Und habt ihr auch schon mal etwas für euch entdeckt, das ihr eigentlich nicht leiden könnt?

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20 Gedanken zu “Vorbereitung auf #7Leben mit dem Arbeitsbuch von Tanja Hanika – Teil 1

  1. Das liest sich ja interessant! Dieses Arbeitsbuch muss ich recherchieren, es könnte spannend werden, damit zu werken. Ich habe mehrere Methoden probiert und mir meinen eigenen Mix aus Tabellen, Checklisten (natürlich auch die „100 Fragen an die Charaktere“) und vielem mehr gemacht. Das Wichtigste ist aber für mich die Schneeflocke. Ach ja: ICH LIEBE MINDMAPS!!! Ob zum Strukturieren, zum Lernen – in allen möglichen Lebensbereichen liebe ich sie.

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    1. Es ist das hier:
      https://www.amazon.de/Arbeitsbuch-für-Schriftsteller-Checklisten-Planungsmodelle/dp/1532793731/

      Ich muss ehrlich zugeben, dass ich mit der Schneeflockenmethode einfach nicht warm werde. Ein einziges Mal habe ich einen Band damit durchgeplottet (ich glaube, Band 5 oder 6, ich weiß es gerade nicht aus dem Kopf) und dann gerieten die Figuren außer Kontrolle :D.
      Ich bin einfach keine Plotterin, merke aber immer wieder, dass ich ein wenig mehr Struktur brauche, um nicht völlig planlos durch den Roman zu rudern, wenn ich gerade keine Zwischenetappe in greifbarer Nähe habe, auf die ich zurudern kann.
      Arbeitest du handschriftlich oder eher digital?

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  2. Du magst es, dass Instagram es dir erlaubt, gleichgroße Grafiken ohne Datenbankbeanspruchung in den Blog zu laden, oder? 😛
    Nein, um Ernst. Ich bin gespannt, wie es sich für dich mit dem Buch arbeitet.
    Da ich keine Romane wirklich plane (und der, den ich schreibe, seit zwei Jahren auf Eis liegt), für mich eher weniger nützlich.

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    1. Erwischt :D. Vor allem aber ist es einfach praktisch, dass Instagram von Haus aus mit einem Filter kommt. Also kann ich das, was ich verstecken will, hinter so einen Verwischtfilter legen und trotzdem zeigen: Da, ich habe was gemacht.
      Und das ganz ohne das Anwerfen von irgendwelchen Grafikprogrammen. Das ist schon praktisch.

      Ich habe weitergearbeitet damit, muss mich nur aufraffen, Bilder zu machen und zu bloggen.

      Das ist sehr schade. Ich will dich wissen, wie es mit deinem Flügelwesen weitergeht!

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  3. Ich finde es ganz spannend bei Dir nun sozusagen live mitzubekommen, wie Du Deine Serie planst. Bisher „kämpfe“ ich noch mit Einzelbänden und kann mir so ein großes Projekt gar nicht vorstellen. Über viele Jahre war ich ja eine Discovery Writerin, aber während dieser Zeit hatten meine Geschichten auch selten mal Umfänge, die über 20 DIN-A 4 Seiten hinausgingen. Bei längeren Projekten bin ich dann 4 x hängen geblieben bis ich einsehen musste, dass ich einen Plot brauche. Manchmal brauche ich etwas, bis mein Dickschädel sich einsichtig zeigt. 😉 Und dafür habe ich für mich nun die Schneeflocken Methode entdeckt und komme damit gut klar.

    Dann wünsche ich Dir mal weiter viel Spaß und Erfolg und bin neugierig was Du weiter zu berichten hast!

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    1. Kommt Zeit, kommt auch der nächste Blogpost dazu. Genug mit dem Arbeitsbuch gearbeitet und Sachen geplant habe ich sogar, müsste nur Zeit finden, es auch zu verbloggen.
      20 A4-Seiten sind aber ca. 40 Normseiten und das wären bei mir schon ein Drittel eines durchschnittlichen Romans. Also nicht mal sooo wenig :D.
      Ich komme zwar auch gut ohne Plot durch, solange ich Anfang und Ende habe, aber bei historischer Fantasy ist das schwierig, weil eben historisch und ich die Ereignisse richtig legen muss.
      Viel Spaß mit den Schneeflocken. Für mich eher nichts, aber ich bin froh, dass du deine Methode gefunden hast.
      Ich suche noch :).
      Danke und gleichfalls 🙂

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      1. Ja, bloggen – so sehr ich es auch liebe – braucht einfach Zeit. Aber das läuft ja glücklicherweise nicht weg! 😀
        Stimmt, bei historischen Themen ist es was ganz anderes. Aber für mich ist es tatsächlich auch ohne diese schwierig, selbst wenn ich Anfang und Ende im Kopf habe. Ja, die Schneeflocken haben es mir irgendwie angetan. Wobei die Ausarbeitung mit jeder Geschichte wieder komplett anders verläuft. Was ich daran spannend finde ist, dass ich auf diese Art die Geschichte hinterfrage und auf „Dinge“ komme, auf die ich vorher überhaupt nicht gekommen bin.
        Also wie immer beim Schreiben ist und bleibt es spannend! 😀

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        1. Stimmt, der Blog kriegt keine Beinchen :D.
          Ich fände es ja spannend, auch bei dir mal mitzuerleben, wie die einzelnen Schneeflocken wachsen <3.
          Dafür sind Methoden ja immer gut. Ich ackere dafür gerade die 100 Fragen an den Charakter durch. Die sind auch toll.

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          1. 100 Fragen an den Charakter? Das klingt ja auch spannend!
            Ja, ich fange ja jetzt gerade an, meine Märchenadaption nochmal neu zu planen. Da gibt es also auch wieder Schneeflocken und ich werde auf meinem Blog berichten wie es mir ergeht. Wenn es Dich detaillierter interessiert, kann ich es Dir per PN auch mal schicken. Aber Achtung: ich bin eine absolute Chaosschreiberin! 😀

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            1. Ja, die habe ich noch von irgendeinem SEHR alten Blog, ich glaube, bei Jacky… Ich müsste mal googeln, habe sie einfach einmal runtergeladen und verwende sie seitdem immer wieder, fülle nur neu aus.
              Da bin ich sehr gespannt :D. Und hey, du solltest mal meine Rohentwürfe und so sehen 😀

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              1. Das würde ich auch sehr gerne mal testen. Also falls Du es mal wiederfindest wäre ich für einen Link zu der Seite sehr dankbar! 😀
                Meine Projekte müssen gerade warten (dringende Familienangelegenheiten) aber wenn ich mit der Schneeflockenmethode weitermache, schicke ich Dir sehr gerne was.
                Ganz liebe Grüße und weiter viel Spaß und Erfolg mit dem Arbeitsbuch ❤
                Nicole

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  4. Hm, ich kann in Bezug auf Serien jetzt nur auf gaaanz alte Erfahrungen meinerseits zurückgreifen. Ich habe damals kurze, teils stichwortartige „Exposés“ für die kommenden 30 Bände geschrieben. Das reichte mir für das foreshadowing. Spannend war, wie teilweise während der Arbeit an den einzelnen Bänden neue Gedanken kamen, die dann zehn Romane später hätten aufgegriffen werden sollen.

    Wieder einmal der berühmte Unterschied zwischen Plottern und Discovery Writern!? Keine Ahnung. Jedenfalls finde ich deine Arbeitsmethode auch sehr spannend! 🙂

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    1. Für mich ist Plotter-Discovery-Writer ja sowieso ein Spektrum. Ich bin zu 30-40 % Plotter, den Rest will ich entdecken :D. Beziehungsweise versuche ich jetzt dank des Arbeitsbuches den Plottinganteil auf 40% zu steigern, weil die 30% mir nicht sooo weit ausgereicht haben, wie ich es gerne hätte.
      Ja gut, wenn du dank der Exposés relativ genau weißt, wann was passieren muss, kannst du es vorbereiten. Das stimmt.
      Ich hatte da wesentlich vagere Vorstellungen und viel Chaos…. 😀

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      1. Ich habe mir fest vorgenommen, beim nächsten Projekt (das ja erst einmal Pause hat wegen der Überarbeitung) auch mehr zu plotten. Um es zum einen noch einmal auszuprobieren, und weil ich glaube, dass es zu der Geschichte besser passen wird.

        Ob ich dann auch zum Arbeitsbuch greife – mal sehen 😉

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  5. Also ich freu mich schon, wenn es etwas von dir zu lesen gibt! Und was ich bis jetzt gelernt habe: Wenn man das Ende einer Serie nicht weiß, dann ist man am A****, weil in Foreshadowing und Co ein heilloses Chaos reinkommt. Deine Methode ist also perfekt 🙂

    Und ich bin sehr gespannt, wie es dir mit dem Arbeitsbuch geht. Ich kann mir vorgefertigten „Mustern“ nämlich so gar nicht. Alles, was ich mir da schon an Listen/Bögen etc. zum Ausfüllen geholt habe, ist bald wieder verworfen worden, weil mir irgendeine Kleinigkeit nicht in den Kram gepasst hat. Da bin ich ganz furchtbar penibel.

    Insofern wäre es für mich etwas Neues, durch dich vielleicht das Arbeitsbuch für mich zu entdecken 😉

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    1. Jetzt fühle ich mich geschmeichelt :D.

      Oh ja. Genau das war auch mein Gedanke. Wie soll ich denn tolle Verweise auf Band 9 in Band 1 einbinden, wenn ich Band 9 noch nicht geschrieben habe?
      Beim Überarbeiten von Band 1 konnte ich dann bereits aus dem Vollen schöpfen und das Buch wurde so viel runder als vorher ❤

      Ich normalerweise auch nicht wirklich. Aber da ich sowieso statt einem einzelnen Roman eine ganze Reihe damit plotten will, bin ich ohnehin ein Rebell und Plottabellen über 2000 Jahre Handlung sind eine nützliche Sache :D.

      Ich mache auf alle Fälle regelmäßig Fotos, die zeitnah auf Instagram landen und dann von dort aus im Blogpost 😀

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