#LOVEWRITINGCHALLENGE – Tag 8 – in kreative Stimmung kommen

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8. Mai 2017 von Evanesca Feuerblut

Ich gebe ehrlich zu, mit dem Thema „Inspiration“ habe ich größere Schwierigkeiten, als mit dem Thema „Charaktere“ und ich habe mit dem Gedanken gespielt, einen Übersichtspost für alle Punkte zu machen, aber da ich zu einigen doch mehr zu sagen habe als zu anderen… bleibt es erstmal so.

Alle Posts im Überblick findet ihr auch dieses Mal hier, einfach zu Woche zwei herunterscrollen :).

Kreative Stimmung – was ist das?

Für mich ist das ein Zustand, in dem ich mich nahezu permanent befinde. Irgendwo gibt es ein wunderbares Meme, das verdeutlicht, wie ein Autor*innenhirn so funktioniert:

Wie ein Browser mit permanent 2048 Tabs offen. Und in einem davon läuft ein Video, das man ums Verrecken nicht findet, um das Gedudel wieder auszuschalten.

Die Schwierigkeit besteht nicht darin, in die Stimmung für Kreatives zu kommen, sondern darin, von dem permanenten geistigen Input nicht erschlagen zu werden und ihn irgendwie zu kanalisieren. Ein Zustand, der mir sehr vertraut ist, ist der „Ich möchte unbedingt schreiben/zeichnen/dichten/sonstwas Kreatives, aber ich weiß irgendwie nicht, was genau.“

Und das endet fast immer damit, dass nichts getan wird.

Darum heißt es bei mir: Aus der kreativen Stimmung zur produktiven Stimmung

Ich habe inzwischen eine Liste der Dinge, die ich mal zeichnen möchte, wenn es mich mal wieder überkommt. Zwar kann es dann immer noch passieren, dass ich auf keins davon Lust habe, aber hey, das ist normal. Dann mache ich doch was anderes.

Und ich habe eine schier unendlich scheinende Liste an Blogartikeln, Geschichten und anderen Texten, die ich noch schreiben muss. Sodass ich – wenn es mich überkommt – einfach mit einem davon anfangen oder weitermachen kann. Es ist leicht.

Und ansonsten: Schreiben ist für mich ein Job und so behandle ich ihn auch. Wenn ich mich hinsetze und zu schreiben habe, aber gerade keine Lust und keine Ideen habe, dann ist das ungefähr so, als würde ich mich ins Büro setzen und dort Solitär spielen, statt zu arbeiten. Weil keine Lust. Oder gar nicht erst antreten.

Daher ist es für mich normal, dass ich in dem Moment produktiv zu sein habe, in dem ich das Schreibprogramm öffne. Ich habe schließlich (selbst- oder fremdbestimmt, ist erstmal egal) Deadlines einzuhalten. Veröffentlichungstermine, Fristen, Ausschreibungen und ich muss um Termine herumplanen, an denen ich wenig oder nichts tun kann. Beispielsweise, weil ich unterwegs bin oder auf einer Messe.

Ich kann es mir schlicht nicht leisten, unproduktiv zu sein.

Wie ich mir zu helfen weiß, wenn mein übliches „Ich sitze am Schreibtisch und schon funktioniert es“ mal doch nicht greift, erzähle ich euch dann bei den anderen Thementagen.

Wie ist es bei euch? Braucht ihr irgendwelche Vorbereitungen, um kreativ zu sein oder habt ihr es euch angewöhnt, auf Knopfdruck loslegen zu können?

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9 Kommentare zu “#LOVEWRITINGCHALLENGE – Tag 8 – in kreative Stimmung kommen

  1. Nebu sagt:

    Ich glaube, ich bin glücklicherweise sowieso schon oft auch einfach so in kreativer Stimmung und übe dann Hobbies aus, die dies benötigen. Es ist nicht immer das Schreiben, aber oft hängen auch meine Bastelideen mit Romanideen zusammen oder fördern sich gegenseitig. Meine Beiträge zu dem Thema und der #LoveWritingChallenge insgesamt gibt’s hier: https://nebucadneezah.wordpress.com/2017/05/13/themenwoche-inspiration-punkt-1-in-kreative-stimmung-kommen/

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  2. Claudia sagt:

    Ich kann es mir zum Glück leisten, unproduktiv zu sein, daher bin ich das sehr oft. Wie ich in kreative Stimmung komme, kann ich daher gar nicht sagen, ich schreibe, wenn sie da ist und lasse es, wenn sie nicht da ist.

    Übrigens geht es mir mit dem Thema genau wie Dir, und ich habe mich tatsächlich dazu entschieden, es diese Woche bei einem Post bewenden zu lassen.

    Liebe Grüße

    Claudia

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    • Jetzt, wo du es sagst… Ja, es ist schon irgendwie ein Privileg, nicht leisten zu MÜSSEN und ich kann mir vorstellen, dass dieses „Müssen“ dahinter auch manche Leute blockiert :(.
      (Und ich sage auch immer, dass ich nur für mich sprechen kann. Für mich funktioniert das wunderbar mit dem Pflichtgefühl, für andere kein bisschen)
      Aber kreative Stimmung, wenn sie da ist, ist bestimmt auch bei dir was ganz Tolles ❤

      LG,
      Evanesca

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  3. Michael Behr sagt:

    Leider schaffe ich es nicht, auf Knopfdruck kreativ zu sein. Inwiefern das damit zu tun hat, dass Schreiben (leider) nicht mein Brotjob ist, weiß ich nicht. Aber es spielt wahrscheinlich mit rein, dass mein Beruf sich ebenfalls am Schreibtisch abspielt und das Umschalten nicht immer ganz leicht ist.

    Ebenfalls leider helfen aber auch keine Vorbereitungen. Ich muss einfach auf den Moment warten, in dem mich entweder die Muse küsst, oder ich den Arsch hoch bekomme. Meistens passiert Letzteres zuerst 😉 .

    Gefällt 1 Person

    • Mein Brotjob auch (noch) nicht. Von all meinen KG-Veröffentlichungen ist bisher genau eine vergütet 😀 und ich bin gespannt, wie viel Geld Amazon mir für den Indie-Roman auszahlen wird…

      Aber ich weiß, was du meinst. Dieses Umswitchen vom Brotjobschreibtisch auf Schreibjobschreibtisch ist NICHT einfach :/. Das merke ich gerade selbst. An Tagen, an denen ich lektoriere, schreibe ich nämlich ausschließlich handschriftlich (und das, obwohl ich handschriftliches Schreiben hasse wie die Pest, weil ich dabei Schmerzen habe…)

      Hm, und wenn man die Muse trainiert, dass sie dann küsst, wenn Letzteres der Fall ist? 😀

      Gefällt 1 Person

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