#LOVEWRITINGCHALLENGE – Tag 23 – Plotter oder Pantser?

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23. Mai 2017 von Evanesca Feuerblut

Wie schon im Ankündigungspost angedeutet, habe ich vor drei Jahren bereits darüber gebloggt, wo ich mich sehe. Allerdings sind seitdem einige Jährchen ins Land gegangen und es kann nicht schaden, heute zu schauen, ob alle Statements von damals überhaupt noch stimmen.

Damals ging es mir noch konkret um die Vorarbeit zu #Unparallel – also dass ich vor dem Schreiben eine Menge Fragmente, Gedanken und Zeugs hatte, die ich schon mal in Richtung Plot zusammenrechen konnte. Trotzdem mit mehr als genug Lücken dazwischen, bei denen ich keine Ahnung hatte, was passieren wird.

Was hat sich nicht verändert?

Ich tue das immer noch. Also dieses „ich schreibe jetzt mal eine komplette Szene oder auch nur ein Fragment/einen Dialog, den ich aber erst in irgendeinem künftigen Projekt in 10 Jahren verwerten kann“.

Jetzt schon gibt es Ideen für Geschichten, die teilweise Jahrhunderte nach #7Leben spielen. Und Projekte, die so zu 50% geschrieben sind, ausschließlich aus spontanen Szenen zusammengesetzt. Und ich kann mich immer noch nicht entscheiden, ob ich meine Vampire ins All schicke oder nicht. Oder ob ich die Story nach dem geplanten Dingsda, das schon geplant ist, auch wenn ich frühestens in 10 Jahren Zeit zum Schreiben dieses Dingsdas habe, mal abschließe und dann „nur“ noch Einzelromane zum Auffüllen der zeitlichen Lücken schreibe (also das Universum in die Breite statt in die Länge wachsen lasse).
Oder ich mache es wie Anne Rice und tue beides.
(Man merkt: Ich gehe nicht davon aus, dass ich je ganz aufhören werde, über meine Vampire zu schreiben…)

Und was hat sich verändert?

Als ich #Unparallel schrieb, hatte ich oft das Gefühl, ZU sehr in der Luft zu hängen. Zu viel Plot ist nichts für mich, das weiß ich. Aber eine neunbändige Reihe nahezu ohne Plot zu schreiben (außer den paar Fragmenten und dass ich eben wusste, worauf es hinausläuft), war auch kein Spaß.

Ernsthaft.

Würde ich nie wieder tun.

Derzeit bin ich stark dabei, zu testen und zu schauen, was ich tun kann und was zu mir passt. Für #7Leben nicht zu plotten, ist allein darum nicht möglich, weil ich bei einem historischen Roman nicht einfach machen kann. Es gibt unzählige Dinge, die ich beachten muss. Und das eine oder andere reale Ereignis, das meine Figuren mitbekommen.

Ich habe es mit diversen Plotmethoden aus dem Arbeitsbuch für Schriftsteller probiert, siehe Teil 1 und Teil 2 (ich sollte die Serie dringend fertigschreiben, inzwischen hat die Autorin eine überarbeitete Neuauflage gemacht…). Die haben mal mehr mal weniger geholfen.

Für mich kam die Offenbarung, als ich las, dass man die 7 Punkte nach Dan Wells erstens nicht von 1 bis 7 ausfüllen soll, sondern in einer vieeel sinnvolleren Reihenfolge (jedenfalls für mich) und zweitens, dass ich nicht verpflichtet bin, sieben Punkte für das komplette Buch zu machen. Das klappt bei meiner Art zu schreiben nun mal ums Verrecken nicht. Aber: Für jede*n Erzählperspektiventräger*in – ja, das geht. Mit anderen Worten: Für #7Leben 2 habe ich so ein handschriftlich ausgefülltes Blatt mit 7*7 Punkten  (möglicherweise müssen es noch mehr werden).

Aber ob sich das in der Praxis als gleichzeitig frei genug und genug geplottet erweist, das sehe ich erst, wenn ich anfange, danach zu schreiben.

Und bis dahin sehe ich mich als Plantser – ein seltsames Hybridwesen.

Wo ordnet ihr euch ein? Und hat sich das für euch im Laufe der Jahre verändert?

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