Von Literaten und Fremdenhass: Zeit für ein Statement

Meine wundervolle Autorenkollegin Nora Bendzko hat die Ereignisse der letzten Tage vermutlich besser verbloggt, als ich es jemals könnte.
Die Autorin, von der konkret die Rede ist, kenne ich. Und habe mich schon vor Jahren von ihr distanziert, als mir die zunehmend rechtslastigen Postings in Social Networks aufgefallen sind.
Als Autorin mit Migrationshintergrund (oder müsste es bei mir – ich bin ja 1997 eingewandert und nicht in Deutschland geboren – nicht „mit Migrationsvordergrund“ heißen?) beobachte ich die gegenwärtige Entwicklung mit einiger Sorge. Als Frau, als Autorin, als gemäßigte Feministin ist mir meine gesellschaftliche Verantwortung immer bewusst.
Worte haben Macht. Autor*innen haben Macht. Und ich tue alles dafür, diese Macht zum Guten einzusetzen. Für Freiheit, für Demokratie, für Toleranz.
Wenn dann Autor*innen – besonders aus einer Szene, von der man glauben könnte, dass sie eigentlich besonders tolerante Menschen hervorbringen müsste – selbst rechte Tendenzen aufweisen, macht mir das große Sorgen.

Danke liebe Nora für deine klugen Worte.

Ich habe die Initiatorin der Aktion „Autoren/Leser/Blogger gegen Rechts“ angeschrieben, ob ich das Logo aus dem verlinkten Artikel in meine Sidebar aufnehmen darf.
Um Flagge zu zeigen.

Aus großer Macht kommt große Verantwortung. Dessen müssen sich alle bewusst sein, die schreiben.

Nora Bendzko - Autorin, Sängerin & Lektorin

Eigentlich wollte ich heute nur zwei wundervolle Rezensionen verlinken, die mich in den letzten Tagen zu »Wolfssucht« und »Kindsräuber« erreicht haben. Manchmal werfen aber unvorhergesehene Dinge den Posting-Plan durcheinander. So eine Diskussion in den großen deutschen Leserforen aus Facebook, die seit gestern die Gemüter die erhitzt. Es ging um eine bestimmte Autorin, wiederholt fremdenfeindliche Postings, Leute wurden geblockt und beleidigt, es kam unausweichlich zum Shitstorm und zu dem Aufruf: #bloggergegenrechts

Was genau ist passiert?

Eine Gay Romance und Fetisch/ BDSM Autorin, die ohnehin schon wegen rechtsrechten Postings auffiel, schlug mit einem neuen Post dem Fass den Boden aus. Ich nenne bewusst keine Namen, denn es geht mir um die Materie und nicht um öffentliche Anprangerung. Wer da mehr wissen will, der schreibe mir privat für Namen, Links zu Screenshots, etc.

Kurz die Highlights ihres Postings: Sie schrieb, neulich im Kaufland gewesen zu sein, der »zu einem Ghetto verkommen« wäre. Betont…

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